Wegen Coronakrise

Düngeverordnung soll als Kompromiss erst ab 2021 gelten

Die Bundesländer wollen am Freitag der Düngeverordnung zustimmen. Im Gegenzug wollen sie Zeit zur Umsetzung bis Anfang 2021 haben.

Die Bundesländer schmieden an einem Kompromiss zur Düngeverordnung. Nach einer erneuten Telefonschalte am Mittwoch gibt es nun einen Kompromiss, laut dem die Bundesländer der Düngeverordnung zustimmen unter der Maßgabe, mehr Zeit für die Umsetzung der Maßnahmen bis Anfang 2021 zu bekommen, erfuhr top agrar aus mehreren Ländern.

Neue Maßnahmen sollen erst ab 2021 gelten

Danach soll die Umsetzungsfrist der Düngeverordnung wohl von 6 auf 9 Monate gestreckt werden. Damit würde die neue Düngeverordnung für die Landwirte erst ab 1. Januar 2021 gelten und damit auch die ungeliebte Reduktion der Düngung in den roten Gebieten um 20% erst ab 2021 in Kraft treten. Bis dahin wollen dann die Länder ihre roten Gebiete mit der verpflichtenden Binnendifferenzierung neu ausgewiesen haben.

Um grünes Licht in Brüssel für die Übergangsfrist bis 2021 zu bekommen, haben sich Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewandt. Sie begründen darin, dass die Fristverschiebung wegen der schwierigen Lage in der Coronakrise notwendig sei.

Bundesregierung bestätigt Gespräche mit der Kommission

Noch ist die Regelung nicht durch. Auch das Bundeslandwirtschafts- und das Bundesumweltministerium bestätigen aber mittlerweile die Gespräche. Die Bundesregierung führe derzeit Gespräche mit der EU-Kommission,...


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