Praxistipps

"Es gilt, den Stickstoff aus Wirtschaftsdüngern zu binden" Plus

Empfehlungen für Zwischenfrüchte gibt Bioland-Ackerbauberater Jonathan Kern

Mit Jonathan Kern sprach Niklas Wawrzyniak. Das Interview ist zuerst erschienen im bioland-Fachmagazin für ökologischen Landbau 07/2020:

Nach der Hauptfruchternte sollen Zwischenfrüchte den Boden durchwurzeln. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, wenn Wasser fehlt. Doch auch hier lohnt sich ein Versuch.

bioland-Fachmagazin: Worauf kommt es bei Zwischenfrüchten in diesem Herbst an?

Jonathan Kern: Ganz wichtig ist, den Stickstoff aus Wirtschaftsdüngern zu binden, der in diesem Frühjahr nicht zur Geltung gekommen ist. Es gilt, eine Verlagerung und Verluste von Stickstoff zu vermeiden. Auf schwereren Standorten, auf denen Nährstoffe in den Unterboden gelangt sind, die im Frühjahr schwer zu bearbeiten waren, wo Wasser gefehlt hat und lückige Sommerungen stehen, wachsen vermehrt Disteln. Dort empfehlen sich schnittverträgliche Zwischenfrüchte, um die Distel im Herbst zu schwächen.

Wichtiger Nebenaspekt ist die Futternutzung der Zwischenfrucht, denn auch in diesem Jahr wird Futter voraussichtlich knapp sein.

Welche Zwischenfrüchte eignen sich für trockene, leichte Standorte?

Kern: Arten, die auch mit wenig Wasser keimen und Trockenheit vertragen. Grundsätzlich gilt, je kleiner das Korn, desto geringer der Keimwasserbedarf. Typische Trockenkeimer sind zum Beispiel Buchweizen,...

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