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Glyphosat-Protest: Umweltverbände gegen Feldbesetzungen

Aus Protest gegen Glyphosat wollen Aktivisten in Kürze Felder besetzen. Die großen Umweltverbände NABU, BUND und Greenpeace unterstützen diese Aktionen allerdings explizit nicht. Wie ein Vertreter vom NABU gegenüber der Tageszeitung taz erklärte, seien Feldbesetzungen illegal. Es handele sich um Eigentum.

Lesezeit: 2 Minuten

Aus Protest gegen Glyphosat wollen Aktivisten in Kürze Felder besetzen. Die großen Umweltverbände NABU, BUND und Greenpeace unterstützen diese Aktionen allerdings explizit nicht. Wie ein Vertreter vom NABU gegenüber der Tageszeitung taz erklärte, seien Feldbesetzungen illegal. Es handele sich um Eigentum und man sei kein Verband, der sich zu dergleichen Aktionismus hinreißen lasse. Zudem würden solche Aktionen die Gräben zwischen Naturschützern und Bauern vertiefen. Die Verbände dagegen wollten den Dialog.


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Anderer Meinung ist dagegen der Aktivist und Politikprofessor Peter Grottian. In der taz hatte er angekündigt, gemeinsam mit anderen Mitstreitern im Juli „im südlichen Baden-Württemberg nachts auf einen Weinberg und ein Rapsfeld zu gehen und riesige Plakate aufzustellen. Gleichzeitig solle es ähnliche Aktionen im brandenburgischen Werder und im niedersächsischen Oldenburg geben, so die Zeitung weiter.


Davon distanziert sich inzwischen auch der BUND. Auch hier heißt es auf taz-Anfrage, die Umweltschützer wollten die Landwirte als Partner im Kampf gegen das Artensterben in der Agrarlandschaft gewinnen. Deshalb unterstütze man die Feldbesetzungen nicht.


Als „zivilen Ungehorsam bei den Falschen“ bezeichnet das auch Christoph Bautz, Geschäftsführer des Kampagnennetzwerks Campact. „Als Bewegung für die Agrarwende brauchen wir die Bauern als Verbündete. Wenn man Zivilen Ungehorsam zu Glyphosat machen will, dann sollte man sich vor die Tore des größten Herstellers setzen.“ Greenpeace verurteilte die Aktion nicht, aber unterstützte sie auch nicht.


Agrarorganisationen setzen die Feldbesetzung unterdessen mit Stalleinbruch gleich. Das sei illegal und illegitim, sagte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken der Tageszeitung. Auch AbL-Bundesgeschäftsführer Ulrich Jasper erklärte, gegen Glyphosat seien Feldbesetzungen „ganz sicher die falsche Aktionsform.“

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