Praktisch keine Nitratbelastung des Trinkwassers

In Deutschland überschreitet das Trinkwasser aus großen zentralen Anlagen schon seit Jahren nicht mehr den Grenzwert für Nitrat. Weniger als ein Promilleteil der betreffenden, in den Jahren 2014 bis 2016 untersuchten Proben wiesen mehr als 50 mg Nitrat pro Liter auf.

In Deutschland überschreitet das Trinkwasser aus großen zentralen Anlagen schon seit Jahren nicht mehr den Grenzwert für Nitrat. Weniger als ein Promilleteil der betreffenden, in den Jahren 2014 bis 2016 untersuchten Proben wiesen mehr als 50 mg Nitrat pro Liter auf.

Auch bei nahezu allen mikrobiologischen und chemischen Qualitätsanforderungen hielten mehr als 99,9 % der Proben die strengen rechtlichen Vorgaben ein. Diese Ergebnisse finden sich im aktuellen Bericht zur Trinkwasserqualität, den das Umweltbundesamt (UBA) am 24. Mai veröffentlicht hat.

Grenzwertüberschreitungen seien, wie schon in den Vorjahren, „absolute Einzelfälle“, stellt das UBA fest. Es kommt deshalb zu dem Schluss, dass das Trinkwasser aus den großen zentralen Anlagen in Deutschland „eine sehr gute Qualität“ besitzt.

Das Umweltbundesamt hat im aktuellen Bericht für die Jahre 2014 bis 2016 die Ergebnisse der Untersuchungen aus allen größeren Wasserversorgungen veröffentlicht. Diese versorgen rund 88 % der Bevölkerung in Deutschland. Grundlage seien die Meldungen der Bundesländer an das Bundesgesundheitsministerium und an es selbst, erläuterte das UBA.

Dessen Präsidentin, Maria Krautzberger, erklärte, Trinkwasser in Deutschland könne man ohne Bedenken trinken; insbesondere aus größeren Wasserversorgungen sei dieses flächendeckend sogar von „exzellenter Qualität“. Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht sich durch die Ergebnisse bestätigt. Er betonte zugleich, dass die Landwirtschaft die Kooperation mit der Wasserwirtschaft intensivieren werde, um die Nährstoffsalden weiter zu verbessern.

Die Grünen-Bundestagsfraktion hatte zuvor behauptet, dass die Trinkwasserkosten zwischen 2005 und 2016 nominal um 25 % gestiegen seien, und dies vor allem auf Umweltbelastungen der Landwirtschaft zurückgeführt. Daraufhin hatte das Statistische Bundesamt (Destatis) richtiggestellt, dass die Verbraucherpreise für Wasser in diesem Zeitraum nur um 17,6 % gestiegen seien, was in etwa der allgemeinen Teuerungsrate in dieser Periode entsprach. Der Bayerische Bauernverband (BBV) forderte eine Entschuldigung der Grünen, insbesondere von deren Fraktionschef Dr. Anton Hofreiter, für die „zusammengezimmerte Horrormeldung“

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