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SBR - eine neue Krankheit in Rüben

Das sogenannte Syndrome Basses Richesses (SBR) ist eine neue, durch Zi­kaden übertragbare Krankheit, die sich von Frankreich aus in deutsche Rübenanbaugebiete ausbreitet. Bei Befall vergilben alte Blätter zwischen den Blattadern.

Lesezeit: 2 Minuten

Das sogenannte Syndrome Basses Richesses (SBR) ist eine neue, durch Zi­kaden übertragbare Krankheit, die sich von Frankreich aus in deutsche Rübenanbaugebiete ausbreitet. Bei Befall vergilben alte Blätter zwischen den Blattadern. Im Neuaustrieb zeigen sich wenige, verkleinerte und schmale Herzblätter. Die Symptome werden von Mitte bis Ende des Sommers im Bestand sichtbar. Typische Blattsymptome, verursacht durch SBR im Feld, zeigt Foto 1.


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Ein Befall beeinflusst den Rübenertrag kaum, wohl aber den Zuckerertrag. Dieser kann bis zu 30 % reduziert sein. Überträger vom SBR ist die Schilf-Glasflügelzikade Pentastiridius leporinus, die auf Foto 2 zu sehen ist.


Der Zyklus: Die ausgewachsenen Zikaden fliegen ab Mitte Juni bis Anfang Juli in die Rübenbestände und legen ihre Eier in Wurzelnähe ab. Die Fraßtätigkeit der Nymphen an den Wurzeln erzeugt nach bisherigen Erkenntnissen keine Schäden. Nach der Überwinterung im Boden fressen sie dann an Wurzeln von nachgebautem Winterweizen. Im Juni/Juli wandern die adulten Zikaden auf benachbarte Rübenfelder und übertragen die SBR-Krankheit durch ihre Saugtätigkeit.


Obwohl bislang bereits erhebliche Anstrengungen bei der Pathogen­identifizierung und Vektorübertragung unternommen wurden, ist die Ursache des SBR nicht zweifelsfrei geklärt. ­Monitoringaktivitäten befinden sich in Vorbereitung, um die Ausbreitung der Krankheit präziser zu verfolgen.


Wegen des Potenzials der Krankheit, sich in Rüben-Wintergetreide-Fruchtfolgen auszubreiten und hohe Zuckerverluste zu erzeugen, müssen dringend Bekämpfungsstrategien entwickelt werden. Die Herausforderung ist, die komplexen Faktoren der Krankheits- und Schadensursache aufzuklären. Dabei geht es auch um weitere Vektoren und Wirtspflanzen.


Prof. Dr. Mark Varrelmann, Institut für Zuckerrübenforschung, Göttingen



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