top agrar plus Situationsbericht

Schädlingskontrolle vor dem Kollaps?

Verbote, Resistenzen und schwindende Wirksamkeit: Dr. Meike Brandes vom JKI berichtet, wie besorgniserregend die Möglichkeiten der Schädlingsbekämpfung bei Getreide, Raps, Kartoffeln und Rüben sind.

Unsere Autorin: Dr. Meike Brandes, Julius Kühn-Institut (JKI)

Durch schärfere EU-Bewertungen stehen immer weniger chemische Wirkstoffe zur Verfügung. Zudem erhöht die einseitige Nutzung der verbliebenen Wirkstoffe die Resistenzgefahr – ein Teufelskreis. Wie sich dies mittlerweile auf die Schädlingskontrolle in den großen Ackerbaukulturen auswirkt, zeigen folgende Beispiele:

Raps: Zunehmend Pyrethroidresistenz

Um im Raps die Glanzkäfer zu kontrollieren, lassen sich nur Pyrethroide, Neonikotinoide und Oxadiazine nutzen. Tritt die Grüne Pfirsichblattlaus als Saugschädling massenhaft auf, wirkt einzig noch der Wirkstoff Flonicamid (Teppeki).

Pyrethroide und Eradicoat sind zwar zugelassen, wirken hier aber nicht ausreichend. Da gegen alle weiteren Rapsschädlinge lediglich Pyrethroide nutzbar sind, ist ein Wirkstoffwechsel unmöglich. Bei vielen Schädlingen verschärft sich dadurch die Resistenzsituation weiter.

Von Pyrethroidresistenz betroffen sind bislang: Rapserdfloh, Schwarzer Kohltriebrüssler, Grüne Pfirsichblattlaus (mit Resistenz gegen weitere Wirkstoffgruppen) und Rapsglanzkäfer (mit einer beginnenden Resistenz gegen Neonikotinoide).

Ebenfalls betroffen ist der Kohlschotenrüssler. Neuerdings zeigen auch die Biotestergebnisse des Gefleckten Kohltriebrüsslers eine...

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