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Syngenta hat Talfahrt deutlich gebremst

Der Schweizer Pflanzenschutz- und Saatguthersteller Syngenta hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 zwar in fast allen Regionen Erlöseinbußen hinnehmen müssen, konnte gegenüber dem Vorjahr den Abschwung jedoch merklich bremsen. Der Konzern meldet einen Umsatz von 12,790 Mrd $ (11,939 Mrd Euro).

Lesezeit: 3 Minuten

Der Schweizer Pflanzenschutz- und Saatguthersteller Syngenta hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 zwar in fast allen Regionen Erlöseinbußen hinnehmen müssen, konnte gegenüber dem Vorjahr den Abschwung jedoch merklich bremsen.


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Der Konzern meldet einen Umsatz von 12,790 Mrd $ (11,939 Mrd Euro); das waren effektiv 5 % weniger als im Vorjahr. Der Reingewinn verringerte sich um 12 % auf 1,178 Mrd $ (1,10 Mrd Euro), das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 4 % auf 2,659 Mrd $ (2,482 Mrd Euro).


Syngenta-Vorstandschef Erik Fyrwald sprach von einem weiteren schweren Jahr für die Agrarindustrie; in diesem schwierigen Umfeld verspreche die anstehende Fusion mit ChemChina Kontinuität. Ein Abschluss der Transaktion werde im zweiten Quartal 2017 erwartet; noch stehe die behördliche Zustimmung unter anderem von Seiten der Europäischen Union und den USA, Kanada und China aus.


Von der EU habe man eine zehntätige Ausdehnung des Prüfungszeitraums bis zum 12. April 2017 erbeten. Bei der US-Kartellbehörde FTC sei ein formeller Antrag gestellt worden, der auch Vorschläge für Ausgleichsmaßnahmen enthalte.


Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Syngenta ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich. Das vierte Geschäftsquartal 2016 endete für das Unternehmen mit einem Umsatz von 3,172 Mrd $ (2,961 Mrd Euro), der somit effektiv in etwa auf dem Vorjahresniveau lag.


Wetter schadet Umsatz wenig


Mit Blick auf die regionalen Verkaufsaktivitäten hob der Syngenta-Chef die stabile Entwicklung in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten hervor, trotz „widriger Wetterbedingungen“. Der Umsatz verringerte sich dort verglichen mit 2015 um effektiv 2 % auf 3,793 Mrd $ (3,541 Mrd Euro). Insbesondere im vierten Quartal habe die Ukraine mit einem frühen Saisonstart deutlich zu den Erlösen beigetragen.


Auch in Russland seien die Absatzmengen sowohl mit Pflanzenschutzmitteln als auch mit Saatgut gestiegen. Stärker bergab ging es mit den Umsätzen mit 6 % auf 3,202 Mrd $ (2,989 Mrd Euro) in Nordamerika. Negativ ausgewirkt haben sich dort laut der Konzernführung schwächere Saatgutverkäufe, auch der Wegfall von Lizenzeinnahmen für Pflanzeneigenschaften bei Mais.


Darüber hinaus seien aber insgesamt 16 Produkte neu eingeführt worden. Das Herbizid „Acuron“ alleine habe 200 Mio $ (187 Mio Euro) erlöst. Trotz des Umsatzrückgangs um 9 % auf 3,293 Mrd $ (3,074 Mrd Euro) in Lateinamerika betonte Syngenta die Verbesserung der dortigen Marktbedingungen, unter anderem durch die neue Regierung in Argentinien, die Reformen in der Landwirtschaft angestoßen habe.


Behaupten konnten sich die Erlöse in der Region Asien/Pazifik mit 1,839 Mrd $ (1,717 Mrd Euro). Die Geschäfte haben sich laut Firmenbericht aber erst im zweiten Halbjahr erholt, nachdem das Wetterphänomen El Niño abgeflaut sei. Danach hätten die Landwirte vor allem Fungizide und Insektizide nachgefragt.

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