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Erderwärmung

Weltklimabericht zeigt: Methanemissionen wurden bisher überbewertet

Methan wurde offenbar bislang 3 bis 4 mal höher bewertet, als es sich durch die Betrachtung des tatsächlichen globalen Temperaturänderungspotentials darstellt. Tierhalter sind zu Unrecht am Pranger.

Lesezeit: 2 Minuten

Der aktuelle Weltklimabericht zeigt, dass Methanemissionen bisher überwertet wurden. Der Einfluss im Vergleich zu Kohlendioxid auf die Klimaerwärmung ist demnach weit geringer als angenommen, stellt Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, fest.

"Die Wissenschaft unterscheidet mit neuem Maßstab den durchschnittlichen Verbleib der Treibhausgase in der Atmosphäre. Tierhalter sind keine Klimasünder", macht er klar.

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3- bis 4-fache höher bewertet

Bisher sei das globale Erwärmungspotential (GWP) erhoben worden. Bei dieser Berechnungsmethode würden klimaschädliche Gase in CO2 umgerechnet, ohne auf deren Lebenszyklus abzustellen. Methan als kurzlebiges Gas sei daher um das 3- bis 4-fache höher bewertet worden, als es sich durch die Betrachtung des tatsächlichen globalen Temperaturänderungspotentials (GTP) darstelle. Methan verbleibe im Schnitt 12 Jahre in der Atmosphäre, Kohlendioxid mehr als 1.000 Jahre.



Diese Erkenntnisse legten nahe, in Zukunft auf das GTP abzustellen. "Die österreichische Fleisch- und Milchproduktion ist besonders klimaschonend. Sie verursacht EU-weit die niedrigsten Treibhausgasemissionen. Nun zeigt sich, dass die Emissionen noch weit geringer sein dürften", so Schmuckenschlager.

Durch die Wiederinbetriebnahme des Kohlekraftwerks Mellach erweise sich die Diskussion über mehr Kühe, Schafe oder Ziegen in Österreich, wie kürzlich in der Prognose 2021 des Klimaberichts des Klimaministeriums angemerkt, als Scheindebatte.

Kritik auch am Hessischen Klimaschutzgesetz

In Hessen fand unterdessen am Mittwoch im Landtag eine Anhörung zum Klimagesetz (HKlimaG) statt. 2% der Landesfläche sollen für Windenergie vorgesehen sein. Zudem ist eine Solarpflicht für öffentliche Gebäude geplant. Insgesamt sind Umweltverbände und Naturschützer aber sehr unzufrieden.

Vorbehalte hat aber auch der Hessische Bauernverband (HBV), und zwar generell gegenüber gesetzlich verankerten Klimazielen auf Länderebene. Denn diese könnten Reduktionsbemühungen übergeordneter Ebenen untergraben. Klimaschutz muss aus Sicht des HBV effizient sein und wirtschaftliche Perspektiven für Unternehmen und Sektoren bieten.

„Mit dem Setzen eigener Klimaziele für einzelne Sektoren darf Hessen seine zentrale Rolle bei der Anpassung an Klimafolgen nicht aus dem Blick verlieren. Die vorrangige Aufmerksamkeit ist auch künftig dem an den integrierten Klimaschutzplan (IKSP) anknüpfenden Klimaplan zu schenken“, betont HBV-Präsident Karsten Schmal. „Gerade, wenn das Gesetz auf Landesebene inhaltlich 1:1 dem Bundesgesetz gleicht“, so Schmal weiter.

Aus Sicht des Hessischen Bauernverbandes sind die im letzten Jahr durch die Novelle des Bundesklimaschutzgesetzes vorgesehenen Änderungen für die Landwirtschaft bereits kaum realistisch umsetzbar. Diese Kritik gilt es beim Hessischen Klimagesetz (HKlimaG) zu berücksichtigen.

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