Reportage

„Dank der Ultraschallanlage füttern wir weniger Mais“

Die Gemeinschaftsanlage Biogas Großenwiehe (Schleswig-Holstein) musste bislang Flüssigkeit aus dem Nachgärer rezirkulieren und viel Mais einsetzen. Die Beschallung der Biomasse löste das Problem.

Besonderes Merkmal der Gemeinschaftsanlage „Biogas Großenwiehe“ ist die Wärmeversorgung: Die Anlage im nördlichen Schleswig-Holstein, an der zwölf Landwirte beteiligt sind, versorgt über 350 Haushalte, eine Lkw-Waschanlage sowie eine Schule mit Wärme. Dafür ist im Dorf ein Satelliten-BHKW installiert. „Wir haben im Jahr 2014 die Anlage flexibilisiert und dabei doppelt überbaut“, erklärt Ulli Lindenblatt, Mitgesellschafter und Betriebsleiter. Damit kann er die Anlage mit einer installierten Leistung von 2,57 MW und einer Höchstbemessungsleitung von 1,25 MW wärmegeführt betreiben: Im Sommer produziert sie wegen des geringeren Wärmeabsatzes lediglich 600 kW, im Winterhalbjahr von Oktober bis März dagegen rund 2 MW. Sollte die Anlage nicht ausreichend Wärme produzieren, stehen zwei Notheizkessel zum Betrieb mit Heizöl zur Verfügung.

Die Anlage zur Trockenfermentation wollte er im Sommer zu je 50% mit Mais und Roggen-Ganzpflanzensilage (GPS), im Winter mit 60% Mais, 30% GPS sowie Grassilage versorgen. Während der Faulraum im Sommer ausreichte, wurde der Fermenterinhalt im Winter so dick, dass er sich kaum rühren ließ. „Nicht der TS-Gehalt allein, sondern vor allem die Viskosität waren das Problem, die Roggen-GPS sorgte für einen zähen Schleim“, stellte er fest.

Nachgärer wurde Fermenter

In der Folge rezirkulierte er täglich fast 200 m3 Flüssigkeit aus dem Nachgärer. „Damit haben wir aus...