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Europaweit Spitze

53 % des Strompreises sind staatliche Abgaben

In Deutschland kostet die Kilowattstunde Strom rund 32 Cent und ist damit so teuer wie nirgendwo sonst in Europa. Dabei ist er eigentlich nur halb so hoch, würde der Staat nicht mitkassieren.

Lesezeit: 2 Minuten

Politiker aller Parteien machen sich im Wahlkampf für sinkende Strompreise stark. Doch der größte Treiber ist und bleibt der deutsche Staat selbst. Allein in diesem Jahr zahlen private Haushalte über 20 Mrd. € für Steuern, Abgaben und Umlagen auf Strom. Das entspricht einer Abgabenquote von 53 %. Damit ist der Staatsanteil seit 2006 um 13 Prozentpunkte angestiegen. DAs berichtet dass Vergleichsportral Verivox.

2021 werden sich die privaten Stromkosten auf rund 38,6 Mrd. € belaufen. Geschätzt 9,3 Mrd. € (24 %) entfallen dabei auf die Netznutzung, 8,8 Mrd. € (23 %) bleiben den Stromversorgern für Beschaffung, Marge und Vertrieb. Die restlichen 20,5 Mrd. € – also über die Hälfte - machen staatlich veranlasste Preisbestandteile aus. 2006 lag dieser Kostenblock noch bei 40 %, 2011 bei 46 % und seit 2014 über der 50-%-Marke.

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„Mehrwertsteuer, EEG-Umlage, Konzessionsabgabe, Stromsteuer, KWKG-Umlage, §19-NEV-Umlage, Offshore-Netzumlage und die Umlage für abschaltbare Lasten: Acht verschiedene Steuern und Umlagen lasten derzeit auf Strom. Damit ist Elektrizität eines der am stärksten besteuerten Güter in Deutschland“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.

Wegfall der EEG-Umlage spart 309 €

Für die Ökostromumlage, mit der Ausbau erneuerbarer Energien finanziert wird, werden aktuell 6,5 Cent je Kilowattstunde fällig. Für eine dreiköpfige Familie bedeutet das eine jährliche Belastung von 309 € brutto. Bei einem Wegfall der Umlage könnten die Strompreise entsprechend stark sinken.

Ermäßigte MwSt: Stromrechnung könnte um 123 € sinken

Die Mehrwertsteuer macht mit einem Anteil von 16 % (19 % auf den Nettopreis) einen wesentlichen Posten auf der Stromrechnung aus. Aus Verbrauchersicht besonders ärgerlich: Sie wird auch auf sämtliche Umlagen und Abgaben aufgeschlagen – und Strom damit de facto doppelt besteuert. Die Mehrwertsteuer auf Strom belastet eine dreiköpfige Familie mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden mit 194 € pro Jahr. Würde Strom als lebensnotwendiges Gut eingestuft und damit unter den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 % fallen, entspräche das einer jährlichen Entlastung von 123 €.

„Jeder Haushalt in Deutschland könnte schlagartig 10 % weniger für Strom bezahlen, wenn der Gesetzgeber ihn für lebensnotwendig erachten würde“, so Storck.

Senkung der Stromsteuer würde Haushalte um 50 € entlasten

Die Stromsteuer für private Verbraucher macht mit 2,05 Cent je Kilowattstunde rund 7 % der Stromrechnung aus. Für einen Dreipersonenhaushalt entstehen Kosten von 98 € brutto pro Jahr. Auf nationaler Ebene kann die Stromsteuer aufgrund von EU-Regeln zwar nicht gänzlich abgeschafft werden. Die Europäische Union sieht einen Mindestsatz von 1 Cent/kWh für die Stromsteuer vor. Eine entsprechende Senkung würde Haushalte aber immer noch um 50 € brutto entlasten.

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