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Beckum ist Energie-Kommune des Monats

Wie erfolgreicher Klimaschutz mit Erneuerbaren Energien vor Ort aussehen kann, zeigt die nordrhein-westfälische Gemeinde Beckum.

Lesezeit: 2 Minuten

Wie erfolgreicher Klimaschutz mit Erneuerbaren Energien vor Ort aussehen kann, zeigt die nordrhein-westfälische Gemeinde Beckum. Die Stadt setzt bei der Wärmeversorgung ihres Baubetriebshofes auf Hackschnitzel. „Der Baubetriebshof Beckum zeigt eindrucksvoll, welche Vorteile die Erzeugung und der Verbrauch von Wärme aus Bioenergie bringt“, so Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zeichnet heute die 36.000-Einwohner-Gemeinde für ihr Engagement als Energie-Kommune des Monats aus.

 

Im Jahr 2010 sollten im Rahmen eines interkommunalen Kooperationsprojekts der Baubetriebshof und zwei Gärtnereien der Gemeinde Beckum sowie der Baubetriebshof des Kreises Warendorf in einem Neubau zusammengelegt werden. In der Planungsphase zeigte sich: Eine Wärmeversorgung des neuen Betriebshofes mit Holz und Sonne, verringert den Treibhausgasausstoß und die Kosten für den Einkauf fossiler Energieträger.

 

Mit einer Leistung von 126 Kilowatt erzeugt eine Hackschnitzelheizung Wärme und Warmwasser. Die Anlage verwendet ausschließlich Holzabfälle, die bei der Straßen- und Begleitgrünpflege der Stadt Beckum anfallen. Für die Stromversorgung des Baubetriebshofs ist außerdem eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 119 Kilowatt Peak installiert worden. Die Jahresabrechnung für 2014 zeigt, dass mehr als ein Viertel des erzeugten Stroms selbst genutzt werden konnte. So werden zum Beispiel die von den Mitarbeitern gefahrenen Elektrofahrräder mit dem Strom vom Dach geladen.

 

Mit Erneuerbaren Energien sparen die Stadt Beckum und der Kreis Warendorf im Vergleich zu den ehemaligen Standorten pro Jahr rund 136 Tonnen Treibhausgas und jeweils rund 100.000 Euro Betriebskosten ein. „Die interkommunale Zusammenarbeit hat großen Nutzen für alle“, resümiert Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann. „Aufgrund der positiven Erfahrung stellt die interkommunale Zusammenarbeit ein wichtiges Instrument dar, um die anstehenden Herausforderungen unserer Kommune auch im Hinblick auf den Klimaschutz meistern zu können.“

 

Ein vollständiges Portrait der Energie-Kommune Beckum liefert das Onlineportal kommunal-erneuerbar.de

 

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