EU-Woche der Nachhaltigkeit

Bioenergie: Zentraler Bestandteil des Green Deals Plus

Heute beginnt die EU-Woche für nachhaltige Energie. Was das für erneuerbare Energien bedeutet, erläutert im top agrar-Interview Florens Hans Dittrich vom Hauptstadtbüro Bioenergie.

Herr Dittrich, bei der EU-Woche für nachhaltige Energie steht der europäische Green Deal als Fahrplan für eine nachhaltige EU-Wirtschaft im Mittelpunkt. Welche Rolle spielt das für die hiesige Bioenergiebranche?

Dittrich: Der Green Deal soll die Skizze für eine neue nachhaltige Wirtschaftsstruktur sein. Ein Bestandteil ist die darin verankerte Klimaneutralität bis 2050. Aber es geht auch um Kreislaufwirtschaft, bioökonomische Aspekte und Biodiversität. Die Bioenergie ist elementarer Bestandteil des Erfolges vom Green Deal. Das muss sich auch in der Umsetzung und Ausgestaltung abzeichnen. Ohne die Bioenergie wird das Vorhaben so nicht klappen.

Was meinen Sie damit konkret?

Dittrich: Der Green Deal spiegelt sozusagen das tägliche Brot der Bioenergiebranche wider: von der Dekarbonisierung des Energiesektors, über Ressourcenschonung durch eine kreislauforientierte Wirtschaft bis hin zur Verbesserung der Biodiversität. Das sind alles Dinge, die die Bioenergie bereits jetzt leistet – sei es beispielsweise bei der energetischen Verwertung von Altholz in Holzheizkraftwerken, bei der Produktion klimafreundlicher und nachhaltiger heimischer Biokraftstoffe oder bei der Bereitstellung von erneuerbarem Strom aus Biogasanlagen. Hier werden Pflanzen eingesetzt, die die Artenvielfalt stärken, Bienenweiden bieten und Futtermittelimporte vermeiden. Für mich ist also die Bedeutung des Green Deals ganz klar: Angesichts der Vielfalt, der fundamentalen Bandbreite der Branche und ihrer...

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von Klaus Fiederling

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