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Die kalte Dunkelflaute: Was hinter dem Phänomen steckt

Etwa alle zwei Jahre kommt es für ein paar Wochen im Stromnetz zu einem besonderen Engpass durch die sogenannte kalte Dunkelflaute. Diese tritt oft im Spätherbst und Winter auf, wenn über mehrere Tage oder Wochen Windstille und trübes Herbst- oder Winterwetter herrschen.

Lesezeit: 2 Minuten

Etwa alle zwei Jahre kommt es für ein paar Wochen im Stromnetz zu einem besonderen Engpass durch die sogenannte kalte Dunkelflaute. Diese tritt oft im Spätherbst und Winter auf, wenn über mehrere Tage oder Wochen Windstille und trübes Herbst- oder Winterwetter herrschen. Dann sinkt die Stromerzeugung aus Wind und Sonne. Zeitgleich steigt die Nachfrage wegen der kalten Temperaturen stark an.


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Die Energiemarkt-Experten von Energy Brainpool haben das Phänomen untersucht und Vorschläge erarbeitet, wie sich Deutschland dagegen wappnen kann. Auftraggeber der Studie ist Greenpeace Energy.


Die wichtigsten Erkenntnisse:


  1. Fast in allen umliegenden europäischen Ländern war die Nachfrage während der kalten Dunkelflaute ebenfalls außerordentlich hoch und das Stromangebot gering.
  2. „Die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums reichen nicht aus. Für eine nachhaltige Versorgung braucht das Energiesystem auch nachhaltige technologische Lösungen“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. „Bei einer europaweiten Energiewende muss der grenzüberschreitende Stromaustausch in den kommenden Jahren dringend durch weitere Flexibilitätsoptionen ergänzt werden, um Wetterereignisse wie die kalte Dunkelflaute abzufedern“, sagt Fabian Huneke, Senior Expert von Energy Brainpool.
  3. Klimaneutrale Gaskraftwerke spielen eine entscheidende Rolle, um die Versorgung zu sichern. Insbesondere Gasspeicher können synthetisches Methan – und bis zu einem gewissen Maße Elektrolysegas – über lange Zeiträume speichern. Dieses sogenannte synthetische Gas kann im herkömmlichen Erdgasnetz gespeichert und bei Bedarf durch Gaskraftwerke rückverstromt werden. Um eine komplett erneuerbare Stromversorgung im Jahr 2040 gegen jegliche Wettereinflüsse abzusichern, braucht es laut der Studie Gaskraftwerke mit einer installierten Leistung von 67 Gigawatt sowie Elektrolyseure mit einer Gesamtleistung von 42,7 Gigawatt. Dies ist der kostengünstigste Mix in einem dekarbonisierten Stromsystem der Zukunft.
  4. Stromimporte aus den Nachbarländern, wie im Strategiepapier „Strom 2030“ der Bundesregierung festgehalten, sind nur bedingt realisierbar. Denn während der kalten Dunkelflaute sind die Anrainerstaaten oft mit dem gleichen Problem der Stromknappheit konfrontiert. Bei einem zusätzlich angenommenen Braunkohle-Ausstieg reichen auch die Zubauten nicht aus, um die Versorgung während der Extremwetterlage zu garantieren.


Die komplette Studie von Energy Brainpool finden Sie zum Download unter http://www.energybrainpool.com/services/studienverzeichnis.html

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