top agrar plus Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes

EnWG-Entwurf: Verbände fordern mehr Energieunabhängigkeit

Mit der EnWG-Novelle will das Wirtschaftsministerium Energiewende und Klimaschutz voranbringen. Das seien angesichts der Ukrainekrise nur Trippelschritte, kritisieren Branchenverbände.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat einen Referentenentwurf zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) vorgelegt. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt in seiner Stellungnahme dazu die Änderungen im EnWG, die zu einer besseren Transparenz und Kommunikation zwischen Netzbetreibern dienen. Gleichzeitig bestehe aber Änderungsbedarf, insbesondere für den Szenariorahmen. „Für das Erreichen der Klimaziele müssen verschiedene Pfade berücksichtigt werden. Es fehlt aber ein Pfad, der die Abhängigkeit von Energieimporten stark begrenzt bis löst. Gerade vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs wird deutlich, dass Versorgungssicherheit und Klimaziele mit heimischen erneuerbaren Energien erreicht werden müssen, um Energiesouveränität zu erlangen“, so BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter.

Der BEE habe in seiner Strommarktstudie bereits gezeigt, dass das Erreichen der Klimaziele auch bei einem Kohleausstieg bis 2030 und dem in diesem Jahr zu vollendenden Atomausstieg unter Ausnutzung der regionalen Potenziale der erneuerbaren Energien möglich ist. „Ein entsprechendes Szenario muss daher nicht nur größere Mengen an erneuerbaren Energien aus heimischer Produktion enthalten und die Rolle der flexibel steuerbaren Bioenergie im Stromsektor stärken, sondern auch einen starken Ausbau der notwendigen Flexibilitäten im Erzeuger-, Verbraucher- und Speicherbereich beinhalten. So kann die heimische Wirtschaft gestärkt und können die Erneuerbaren Energien ihrer Verantwortung für ein klimaneutrales Stromsystem gerecht werden“, unterstreicht Peter.

bne: „Netzausbau muss schneller gehen“

Der Entwurf des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) gehe zwar in die richtige Richtung, allerdings nur in zaghaften Trippelschritten, kritisiert der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne). Es seien deutlich weiterreichende Maßnahmen erforderlich, da der Umbau der Energieversorgung extrem beschleunigt werden müsse und dafür insbesondere leistungsfähige Netze benötigt würden. „Die Netze werden zunehmend zum Flaschenhals der Energiewende. Seit Jahren verzögert sich der nötige Ausbau der rund 900 Verteilnetze und blockiert so die Energiewende. Dass Netzbetreiber Anschlüsse für...

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