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Millionenförderung für synthetische Kraftstoffe

13 Mio. € Fördergelder zur Erforschung von synthetischen Kraftstoffen und fortschrittlichen Biokraftstoffen erhält das Bioenergie-Kompetenzzentrum in Straubing.

Lesezeit: 3 Minuten

Mit dem Leuchtturm-Projekt „Synergien durch Integration von Biomassenutzung und Power-to-X in der Produktion erneuerbarer Kraftstoffe“ (Synergy Fuels) wird im bayerischen Straubing ein Forschungsschwerpunkt für erneuerbare Kraftstoffe gesetzt. Die Förderzusage vom Bundesverkehrsministerium (BMDV) über 13 Mio. € liegt nun vor.

Das Projekt soll Synergien durch die Integration von Biomassenutzung und Power-to-X in der Produktion erneuerbarer Kraftstoffe schaffen. Es soll ein integriertes Raffinerie-Konzept entwickelt und im Technikumsmaßstab demonstriert werden, das maximale Energie- und Rohstoffeffizienz zur Herstellung von erneuerbaren Kraftstoffen im Focus hat. Ziel ist ein technologischer Reifegrad, der den Transfer in die industrielle Anwendung bestmöglich vorbereitet.

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Verschiedene Institute beteiligt

Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre. An dem Projekt beteiligen sich sechs Lehrstühle und Professuren des Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit und des Green Fuel Centers der TU München (TUM). Außerdem sind das Technologie- und Förderzentrum (TFZ), das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) sowie die Industrieunternehmen Clariant, Martech GmbH und Volkswagen AG vertreten. Die Arbeiten in „Synergy Fuels“ bilden einen wichtigen Beitrag für das Forschungszentrum für erneuerbare Kraftstoffe, das aktuell am Standort Straubing etabliert wird.

Aiwanger kritisiert Widersprüche

„Straubing beweist, dass es bundesweit zu den führenden Kompetenzzentren für Bioenergie zählt. Die Forschungsexzellenz dort ist herausragend und zukunftsorientiert. Es geht um eines der Leuchtturmprojekte im Bereich erneuerbare Kraftstoffe in Deutschland“, sagt Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger. Verwundert zeigte sich der Staatsminister dagegen über das Kompetenzchaos innerhalb der Berliner Ampelregierung. „Der Bundesverkehrsminister fördert die Erforschung von Bio- und synthetischen Kraftstoffen, während die Bundesumweltministerin Pläne vorlegt, Biokraftstoffe abzuschaffen. In diesem Berliner Chaos weiß die eine Hand nicht, was die andere macht.“

Der Energieminister ist sich sicher, dass Bayern mit diesem Forschungsvorhaben zu synthetischen Kraftstoffen und fortschrittlichen Biokraftstoffen im bundesweiten Vergleich ganz weit vorne mitspielen wird. Aiwanger: „Ziel ist es, Synergien herzustellen zwischen E-Fuels und Biokraftstoffen. Dies ist für mich eine entscheidende Stellschraube für eine gelingende Energiewende im Verkehr. Das bringt uns näher an das Ziel, die Herstellung von synthetischen Kraftstoffe in Bayern günstiger und konkurrenzfähiger zu machen.“

„Fortschrittliche Biokraftstoffe aus Rest- und Abfallstoffen sind wichtig für die Energiewende, sie umfassen bisher aber nur knapp 30 % der Ausgangsstoffe für Biosprit. Dementsprechend sind sie noch nicht in ausreichender Menge vorhanden und können die große Menge der Biokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen nicht ersetzen“, so Aiwanger. Als Rohstoff für die Herstellung der Biokraftstoffe kommen zu 71 % angebaute Biomasse und nur zu 29 % Abfall- sowie Reststoffe zum Einsatz (Quelle: Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft - Evaluations- und Erfahrungsbericht für das Jahr 2021).

"Bund vergisst Nebenprodukte"

Aiwanger ergänzt: „Ich verstehe nicht, warum der Bund immer vergisst, dass bei der Herstellung von Biokraftstoffen Nebenprodukte anfallen. Hierzu gehört zum Beispiel Rapsschrot oder Schlempe bei der Ethanolproduktion aus Getreide. Diese Koppelprodukte sind wertvolle Eiweißfuttermittel, der Rest kann als Dünger oder energetisch in einer Biogasanlage genutzt werden.

Gerade Glycerin, das als Nebenprodukt aus der Weiterverarbeitung von Pflanzenöl zu Biodiesel entsteht, wird in der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie und der Medizin verwendet." Wenn Biokraftstoffe in Deutschland nicht mehr hergestellt werden dürften, müssten wir Soja-Futtermittel für Tiere und chemische Produkte wie Glycerin importieren. "Dies ist absolut kontraproduktiv für die Energiewende", kritisiert der Minister.

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