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NRW-Wahl: Wie geht´s weiter mit den neuen Energien?

Die NRW-CDU hält am weiteren Bau von Kohlekraftwerken fest. Das wurde auf einem Parlamentarischen Abend des Fachverbandes Biogas im Düsseldorfer Malkasten deutlich. Unter dem Titel "Erneuerbares Energieland NRW" diskutierte der Fachverband mit Landtagsabgeordneten aus NRW über den Status quo der Erneuerbaren Energien und deren künftigen Ausbau.

Lesezeit: 3 Minuten

Die NRW-CDU hält am weiteren Bau von Kohlekraftwerken fest. Das wurde auf einem Parlamentarischen Abend des Fachverbandes Biogas im Düsseldorfer Malkasten deutlich. Unter dem Titel "Erneuerbares Energieland NRW" diskutierte der Fachverband mit Landtagsabgeordneten aus NRW über den Status quo der Erneuerbaren Energien und deren künftigen Ausbau.


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Im Einführungsvortrag sprach sich Michael Geßner vom Wirtschaftsministerium in NRW für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung in NRW und Deutschland aus. Anschließend machte Björn Klusmann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energien deutlich, dass eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken sowie der Bau neuer Kohlekraftwerke mit dem Ziel des vorrangigen Ausbaus Erneuerbarer Energien nicht vereinbar sei. Dies erläuterte er beispielhaft für die Bereiche Strom und Wärme. Von den Politikern forderte er, die Erneuerbaren Energien wieder in die Landesplanung aufzunehmen.


Erwartungsgemäß beharrten die Vertreter der schwarz-gelben Regierungskoalition \- Dr. Jens Petersen (CDU) und Holger Ellerbrock (FDP) - auf der Fortführung ihres bisherigen Kurses, der auf der Kohle-Verstromung beruht. Gegenüber den Erneuerbaren Energien \- vor allem der Windenergie \- war eine eher ablehnende bzw. indifferente Haltung zu erkennen. Sie begründeten dies vor allem damit, dass die Energieversorgung derzeit nur mit Großkraftwerken sicherzustellen sei.Noch seien die neuen Energien nicht so weit.


Das kritisierten Norbert Römer (SPD) und Landtagskandidatin Wibke Brems (Bündnis 90/Die Grünen) mit Nachdruck. "NRW liegt im Vergleich der Bundesländer bei den Erneuerbaren Energien mittlerweile nur noch auf Platz 12 und zählt somit zu den Schlusslichtern", beschrieb Römer den dramatischen Absturz in den vergangenen fünf Jahren. "Trotz Wirtschaftskrise haben die CO2-Emissionen in NRW sogar noch zugenommen", so Römer. Andreas Düser von der LAG EE nannte vor allem ideologische Barrieren innerhalb der Regierung als Ursache für den stockenden Ausbau der regenerativen Energien. Claudius da Costa Gomez, Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas, forderte in diesem Zusammenhang klare und verlässliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Erneuerbaren Energien und insbesondere der Biogasnutzung in NRW. Eine wichtige Rolle kommt hier der Einführung eines Erneuerbaren Gas-Einspeisegesetzes (EGE) zu: "Ein solches Gesetz ist dringend notwendig, um den Zugang ins Erdgasnetz für die Produzenten von Biogas zu erleichtern." Ausgewählte Statements der Parlamentarischen Abendveranstaltung: Dr. Jens Petersen (CDU): "Verantwortlich für die energiewirtschaftliche Situation ist die bisherige Energieerzeugungsstruktur auf Basis von Großkraftwerken." Holger Ellerbrock (FDP, umweltpolitischer Sprecher). "Die Planung Erneuerbarer Energien soll in kommunaler Hoheit bleiben." Norbert Römer (SPD, stv. Fraktionsvorsitzender): "Aufgrund des Stillstandes beim Ausbau Erneuerbarer Energien wandern mittlerweile Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen ab." Wibke Brems (Bündnis 90/Die Grünen): "Die aktuelle Landesregierung hatte zwar Ziele zum Ausbau Erneuerbarer Energien formuliert, diese aber aufgrund mangelhafter Umsetzung nicht erreicht." Andreas Düser (Geschäftsführer LAG EE): "Stadtwerke spielen heute bei der Nutzung Erneuerbarer Energien eine Vorreiterrolle." Dr. Claudius da Costa Gomez (Geschäftsführer Fachverband Biogas): "Das Agrarland NRW bietet das Potenzial, die Energiepflanzenfläche von heute 40.000 Hektar bis 2020 zu verdoppeln."

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