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Hähne vermeiden

SOOS: Schallwellentechnik sorgt für mehr weibliche Küken im Ei

80 % Hennen beim Schlupf: Das verspricht ein neues Verfahren zur Geschlechtsbeeinflussung im Ei aus Israel. Und das Start-Up will mehr, die Quote soll sich noch weiter erhöhen.

Lesezeit: 2 Minuten

Das israelische Start-up Soos.org.il hat eine Biotechnologische Plattform zur Geschlechtsbestimmung bei Küken Embryo entwickelt. Hierbei kontrolliert die Technik die Umgebungsbedingungen im Inkubator: Feuchtigkeit, Temperatur, CO2-Gehalt werden gemessen. Zudem überträgt das Verfahren Schallschwingungen auf die Embryonen, erklärt Zeev Vilf gegenüber top agrar online.

„Unsere Technologie ist die erste auf der Welt, die Schallwellen verwendet, um den Geschlechtsentwicklungsprozess bei Hühnern zu beeinflussen. Dadurch entstehen erst gar keine männlichen Küken“, sagt Vilf. Der Tierschutz werde verbessert und kommerzielle Brütereien hätten geringere Kosten. Die Lösung ist skalierbar und wirke sich auf alle inkubierten Eier gleichzeitig aus, heißt es. Darüber hinaus könne das Unternehmen durch die Verbesserung der Schlupfeffizienz den CO2-Fußabdruck erheblich reduzieren - mit einem Anteil von 80 % weiblicher Küken könne man 250 MWh pro Million inkubierter Eier einsparen.

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Getestete Rassen: Getestet mit Hy-Line, Lohmann und Dekalb. Alle weißen Züchtungen

Kerntechnologie: Patentiertes Inkubationsprotokoll, das die Umgebungsbedingungen während der Inkubationsphase steuert, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftstrom aus Standard-Inkubationsmethoden anpasst und Schallschwingungen in bestimmten Frequenzen, Amplituden und Zeiträumen verwendet. Dies führt zur Ausbildung von mehr weiblichen als männlichen Legeküken.

Technische Anwendung: Tag 0-16 von 21 Inkubationstagen

Erwartete Ergebnisse:

  • Uneingeschränkte Brütbarkeit
  • Taugliche Hennen verhalten sich ähnlich wie kommerzielle Herden derselben Züchtung (Legeverhältnis, Sterblichkeit, Eigröße, Schalenriss usw.).
  • Mit dieser Lösung behandelte natürliche weibliche Legeküken behalten eine ähnliche Leistung wie unbehandelte Weibchen.
  • Die Eizusammensetzung von tauglichen Weibchen bleibt erhalten.

Änderungen an der Inkubationszelle:

Derzeit: Nachrüstung oder Installation einer neuen akustischen Inkubationszelle, einschließlich Lautsprechersystem, geräuscharmem Belüftungssystem

In der Zukunft: Versuch, eine Behandlung durchzuführen, ohne die Zelle zu verändern.

Regelung: Derzeit gibt es keine Regelung für die Soos-Behandlung - nicht hormonell, nicht gentechnisch verändert. Erwartetes Verfahren in der EU: Experiment zum vollständigen Brut- und Wachstumszyklus zum Testen von laut Soos behandelten Hennen, der Eizusammensetzung und der Eier-Produktionsleistung.

Umfang: Aktuell 4.800 Eierbrutschränke. Geplant ist eine Steigerung auf 25.000 Eier

In Italien läuft derzeit bei AMADORI ein SOOS Modellversuch, ein weiterer startet in New-York/USA unter wissenschaftlicher Beteiligung der New Yorker Universität. Weitere Versuche gibt es in Belgien und Frankreich.

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