Reserveantibiotika

EU plant weitreichendes Antibiotikaverbot für Tiere

Mit einer Unterschriftenaktion will die Tierärzteschaft auf den drohenden Therapienotstand hinweisen, falls das EU-Parlament Mitte September wie geplant ein umfangreiches Antibiotika-Anwendungsverbot bei Tieren beschließt.

Mitte September stimmt das EU-Parlament darüber ab, welche antimikrobiellen Wirkstoffe künftig nur noch bei Menschen angewendet werden dürfen. Für den Einsatz bei Rindern, Schweinen, Geflügel, Pferden und Haustieren wären diese Reserveantibiotika dann verboten. Im Wesentlichen geht es um den Einsatz von Fluorchinolonen, Cephalosporinen der 3. Und 4. Generation sowie die Einstufung von Makroliden und Colistin.

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) und die Bundestierärztekammer (BTK) warnen vor einem drohenden Therapienotstand bei vielen Tiererkrankungen, wenn die Vorschläge in der jetzten Form umgesetzt würden.

Der bpt ruft deshalb alle Tierärzte und Tierhalter dazu auf, sich bis zum 8. September 2021 an einer Unterschriftenaktion gegen die geplanten Verschärfungen zu beteiligen. Nähere Informationen dazu erhalten sie auf der Internetseite des bpt oder bei Ihrem Tierarzt.

Parallel dazu wurde auch eine Online-Petition gestartet, die ebenfalls bis zum 8. September von möglichst vielen Unterstützern gezeichnet werden sollte. Zur Online-Petition gelangen Sie hier.