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Kreis Warendorf

Jäger versorgen 168 Kindergärten mit realitätsnaher und kindgerechter Literatur

Die Umweltbildung hat sich in den vergangenen Jahren immer stärker von der Realität entfernt, findet die Kreisjägerschaft Warendorf. Sie hat nun ein Paket an lesenswerten Büchern geschnürt.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Umweltbildung in Schulen und Kindergärten ebenso wie in den Medien befindet sich auf dem Niveau der Disneyfilme: Die Nutzer sind die Bösen und das „Werden und Vergehen“ kommt kaum noch vor. Damit das nicht so bleibt, hat die Kreisjägerschaft Warendorf (NRW) die Aktion „Grünes Herz“ ins Leben gerufen.

Sämtliche 168 Kindergärten im Kreisgebiet sollen mit kindergerechter Literatur – aber realitätsnah, ideologiefrei und authentisch - über unsere Natur im Kulturraum ausgerüstet werden. Denn nur was man kennt, kann man auch schützen und das gilt auch für die Jüngsten, sagt Dr. Antje Heberling, Vorstandmitglied der KJS.

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Das die Jägerschaft im Kreis Warendorf mit ca. 2.500 Mitgliedern die größte Naturschutzorganisation und auf nahezu jedem Quadratmeter Fläche mit Mitgliedern präsent ist, soll die Verteilung der Bücherpakete im Rahmen von Vor Ort Besuchen mit den örtlichen Hegeringen und der rollenden Waldschule erfolgen. "Wissen um die heimische Natur zu vermitteln ist eine Herzensangelegenheit der Jäger", sagt Heberling.

Und Markus Degener von der KJS ergänzt: „Füchse und Hase haben nun mal keine Hosen an, sie spielen oder kuscheln nicht miteinander, noch können sie sprechen oder tanzen,“ sagte Degener im Hinblick auf bestehende Darstellungen in Kinderbüchern.

Am Freitag war der Auftakt zur kreisweiten Aktion am St. Johannes Kindergarten in Oelde.

Eigenen Berufsjäger als Vermittler angestellt

Die KJS geht darüber hinaus mit einem eigenen Berufsjäger neue Wege. Mit Felix Homann steht ein bauern- und jägerkompatibler Fachmann rund um Reviergestaltung, Agrarumweltprogramme, Prädationsmanagement und Biodiversität im Kreis Warendorf zur Verfügung, so die KJS weiter. Er könne das Thema Jagd und Öffentlichkeit ganzheitlich und vor allem gemeinsam mit den Nutzern und Gebietskörperschaften und ohne erhobenen Zeigefinger angehen.

Ein Modell, was Erfolg hat und Schule machen sollte, denn Schutz geht am besten mit den Nutzern und Eigentümern, betont Heberling. Homann kenne als Bauernsohn, Jäger und studierter Landschaftsentwickler nicht nur die eine Seite.

Diese Aktivitäten sind im von der KJS geführten W-Land Projekt (Warendorfer Landnutzer arbeiten für Naturschutzzwecke und Biodiversität) zusammengefasst. Die Finanzierung aus eigenen Mitteln, lokalen Sponsoren und Unterstützung des Kreises ist auch ein Novum dieses Projekts, so stehen in drei Jahren ca. 180.000 € für dieses Projekt und die projekteigenen Maßnahmen zur Verfügung.

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