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Bartmer appelliert an größeren Maßnahmenmix im Pflanzenschutz

Der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Carl-Albrecht Bartmer wirbt für einen größeren Maßnahmenmix im Pflanzenschutz über chemischen Behandlungen hinaus. Die Betriebe müssten den Ackerbau wieder breiter aufstellen. Umweltverbände fordern eine Rückbesinnung auf den Integrierten Pflanzenschutz.

Lesezeit: 3 Minuten

Der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Carl-Albrecht Bartmer wirbt für einen größeren Maßnahmenmix im Pflanzenschutz über chemischen Behandlungen hinaus. Die Betriebe müssten den Ackerbau wieder breiter aufstellen. Umweltverbände fordern eine Rückbesinnung auf den Integrierten Pflanzenschutz.


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„Pflanzenschutz ist eine komplexe Struktur, die sich nicht durch das Abschalten bestimmter Maßnahmen bewältigen lässt“, sagte Bartmer zu Beginn der Woche bei einem Fachgespräch der Grünen Bundestagsfraktion zum Pflanzenschutz. Damit zielte er auf die von den Grünen propagierten Verbote für Wirkstoffe wie Glyphosat oder die Neonikotinoide ab. Die Agrarwirtschaft könne nicht allein auf die Biodiversität fokussiert sein, argumentierte Bartmer weiter. Dennoch räumte er ein: „Ich bin mit der Höhe des Wirkstoffeinsatzes in Deutschland nicht zufrieden“. Auch im Pflanzenschutz sei ein Ordnungsrecht nötig „Wir brauchen Ordnungsrecht in der Landwirtschaft genauso wie wir es auch im Verkehr brauchen“; sagte er.


Bartmer sieht in Digitalisierung Chance für den Ackerbau


An die Betriebe appellierte er, die ackerbaulichen Maßnahmen und die Fruchtfolgen wieder breiter aufzustellen. „Die Betriebe müssen wieder komplexer werden“, so Bartmer. Der chemische Pflanzenschutz dürfe nur ein Teil in einem Maßnahmenmix sein. Er sprach sich dafür aus, auch im konventionellen Ackerbau wieder mehr zu hacken, den Anbau von Mischkulturen zu fördern und einen offenen Umgang mit modernen Züchtungstechnologien zu betreiben. Große Erwartungen setzt Bartmer darauf, dass dies mit Hilfe der Digitalisierung der Landwirtschaft umgesetzt werden wird.


Umweltverbände wollen Handel in Pflanzenschutzpolitik einbeziehen


Die Umweltverbände forderten bei dem Fachgespräch eine Rückbesinnung auf den Ansatz des Integrierten Pflanzenschutzes. Der Pflanzenschutz dürfe nicht als Reparatur für ackerbauliche Fehler genutzt werden, sagte der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Florian Schöne. Er forderte die Umsetzung des Minimierungsgebotes im Pflanzenschutz und eine kritischere Umweltrisikoprüfung von Wirkstoffen. Außerdem plädierte er dafür, den Lebensmitteleinzelhandel mehr in die Pflanzenschutzpolitik einzubeziehen. „Wenn die Landwirte jetzt nicht mitziehen, wird es ihnen der Handel, der Verbraucher oder die Politik irgendwann vorgeben“, sagte Schöne.


Grüne legen Positionspapier zum Pflanzenschutz vor


Die Grünen wollen noch in dieser Woche ein Positionspapier zum Pflanzenschutz vorlegen. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag Anton Hofreiter grenzte die darin zu erwartenden Inhalte auf vier Punkte ein. Danach fordern die Grünen den Einsatz von bestimmten Pflanzenschutzwirkstoffen wie Glyphosat und aus der Gruppe der Neonikotinoide komplett zu unterbinden. Zweitens müsse der chemische Pflanzenschutzeinsatz in Deutschland „deutlich herunter gefahren werden“, so Hofreiter weiter. Die Grünen wollen außerdem mehr Geld und Energie in alternative Pflanzenschutzmethoden stecken. Hier nannte Hofreiter beispielhaft die Züchtung von resistenten Sorten. Als vierte Maßnahme forderte der Fraktionsvorsitzende Reformen beim Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel.


UBA fordert mehr industrieunabhängige Beratung


Auch die Forderung nach der Einführung einer Pflanzenschutzmittelsteuer ist bei den Grünen noch nicht vom Tisch. Dazu verwiesen sie auf Erfahrungen, die damit in Dänemark bereits gemacht wurden. Das Umweltbundesamt (UBA) warb bei dem Fachgespräch für sein Reduktionsprogramm Pflanzenschutz und forderte eine stärkere Beratung der Landwirte zum Pflanzenschutz von industrieunabhängigen Beratern.

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