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Bauernverbände wollen Motor für eine bessere Agrarpolitik in Afrika sein

Einigkeit ist eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Verbandsarbeit. Das gilt auch für landwirtschaftliche Organisationen in Afrika. Deutschland versucht diese mit Know-how zu unterstützen, damit sie agrarpolitisch in ihren Ländern vorankommen.

Lesezeit: 3 Minuten

Einigkeit ist eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Verbandsarbeit. Das gilt auch für landwirtschaftliche Organisationen in Afrika. Deutschland versucht diese mit Know-how zu unterstützen, damit sie agrarpolitisch in ihren Ländern vorankommen.


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Im Rahmen des Projektes „EINEWELT ohne Hunger“ unterstützt der Deutsche Bauernverband (DBV) gemeinsam mit der Andreas Hermes Akademie (AHA) bäuerliche Organisationen in Afrika. Zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch wurden nun Vertreter afrikanischer Verbände nach Deutschland eingeladen. Seit drei Jahren arbeiten der Bauernverband und die AHA gemeinsam an dem Projekt „Stärkung bäuerlicher Organisationen für nachhaltige Agrarentwicklung“. Das Projekt, das finanziell vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt wird, soll Landwirte in Afrika darin bestärken, sich in Verbänden zusammenzuschließen, um ihre Interessen gebündelt zu vertreten, gemeinsame Dienstleistungen anzubieten und voneinander zu lernen.


Erfahrungen austauschen


Im Zentrum des Projektes steht die Verbandsarbeit. Werner Schwarz, Vize-Präsidenten des DBV appelliert an die afrikanischen Vertreter der regionalen und nationalen Bauernverbände: „Seid einig!“. Konsensfindung sei auch in Deutschland immer wieder eine Herausforderung und doch zentral für eine funktionierende Demokratie und eine aktive Agrarpolitik. „Wenn sich die Landwirte in Afrika durch ihre Verbände in die Gestaltung der Agrarpolitik besser einbringen können, wird dies die Entwicklung der afrikanischen Landwirtschaft enorm stärken“, bestätigt Elisabeth Nsimadala, Präsidentin des ostafrikanischen Bauernverbands East African Farmers‘ Federation (EAFF).


Im Zentrum des Projektes steht Kleinbauern wettbewerbsfähig zu machen. Die Wertschöpfung dürfe nicht an den Bauern vorbeigehen, sagte Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth am Mittwoch auf dem Innovationsdialog zur Zukunft der ländlichen Räume Afrikas. „Afrikas Zukunft entscheidet sich im ländlichen Raum“, so Flachsbarth. Wichtig seien daher innovative Ideen, die lokal angepasst implementiert werden können.


Das Projekt trägt bereits erste Früchte. 16 Organisationen in sechs Ländern sind bereits Projektpartner und werden in ihrer Organisationsstruktur durch das Projekt begleitet. Dabei werden sie von der AHA durch Berater und Trainer unterstützt. Der Deutsche Bauernverband bindet außerdem seine Erfahrungen in der Verbandsarbeit mit ein.


Gemeinsam stark


Investition in die Landwirtschaft bedeute in vielen Regionen eine Verbesserung für breite Schichten der Gesellschaft, erklärt Flachsbarth auf der Podiumsdiskussion im BMZ. Wichtig sei nach Ansicht von Kees Blokland von Agriterra, dass die afrikanischen Landwirte und Kleinbauern realisieren, dass sie selbst etwas bewegen können: „Landwirte müssen ihre eigene Arbeitskraft einbringen und jeder für sich etwas bewirken". Nur aktive Farmer können in einem Zusammenschluss, beispielsweise in Form eines Verbands, tatsächlich etwas bewegen, so Blokland. Maschinenringe, gemeinsame Saatzucht, Vermarktung, Interessenvertretung – die Liste der Möglichkeiten ist lang.


Klar wurde in der Diskussion am Mittwoch auch, dass Entwicklungszusammenarbeit auf einer gemeinsamen Augenhöhe stattfinden muss. Hilfe, abgesehen von Nothilfen, müsse heutzutage Hilfe zur Selbsthilfe sein, darin sind sich die deutschen und afrikanischen Partner einig. Das Abschlusswort kam von Nadjirou Sall der ROPPA, dem Dachverband nationaler Bauernverbände des westlichen Afrikas. „Sie müssen uns stärken, damit wir auf eigenen Füßen stehen“.

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