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Bauernverband distanziert sich von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz

Der Deutsche Bauernverband (DBV) distanziert sich von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, die in der am Montag ausgestrahlten Sendung in der ARD zur Sauen- und Ferkelhaltung gezeigt wurden. Das Töten von Ferkeln in der dargestellten Form sei auf den Betrieben in keinster Weise die Regel, betont der DBV.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Deutsche Bauernverband (DBV) distanziert sich von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, die in der am Montag ausgestrahlten Sendung in der ARD zur Sauen- und Ferkelhaltung gezeigt wurden. Das Töten von Ferkeln in der dargestellten Form sei auf den Betrieben in keinster Weise die Regel, betont der Verband.



Laut Tierschutzgesetz dürfen Ferkel nicht ohne „vernünftigen Grund“ getötet werden. Das Vorhandensein überzähliger Ferkel ist kein „vernünftiger Grund“. Allein schon aus ökonomischen Gesichtspunkten werden Sauenhalter keine überzähligen Ferkel töten, betonte der Bauernverband.


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„Nottötungen“ dagegen kommen nur dann in Frage, wenn ein Tier an nicht behebbaren Schmerzen, Leiden oder Schäden zu verenden droht. Ursachen können gesundheitliche Einschränkungen wie beispielsweise Geburtsfehler, erworbene Krankheiten oder Verletzungen sein. Grundsätzlich müssen Tiere zunächst sachgerecht betäubt und dann durch Blutentzug getötet werden. Landwirte lernen dies im Rahmen ihrer Praxisausbildung.


Aber: Schon wieder Videos aus Stalleinbrüchen


Der DBV kritisiert, dass illegale Filmaufnahmen, die bei Stalleinbrüchen erstellt wurden, im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ohne jegliche Prüfung auf Plausibilität und Repräsentativität gezeigt werden. Zudem weist der Verband darauf hin, dass Verstöße gegen das Tierschutzgesetz umgehend zur Anzeige gebracht werden müssen, statt die Filmaufnahmen über einen Fernsehsender zu vermarkten. Darauf hätte die ARD vor Ausstrahlung des Filmbeitrages drängen müssen, so der DBV.


Bei einer Reportage des SWR im Dezember 2013 mit ähnlichem Vorwurf gegen Betriebe aus Mecklenburg-Vorpommern hatte die Staatsanwaltschaft ermittelt und das Verfahren im Mai 2014 eingestellt. Für diesen Freispruch gab es keine mediale Aufmerksamkeit, stellt der DBV fest.



Der SWR, der den Filmbeitrag für die ARD erstellt hat, bezeichnete die Betriebe mit Sauenhaltung pauschal als "Ferkelfabriken". Tatsache ist jedoch, dass in Deutschland ein Sauenbetrieb im Durchschnitt nur 114 Sauen hält. 10 bis 14 Ferkel werden je Sau und Wurf geboren. Damit liegen die deutschen Sauenhalter bezogen auf die Tiergrößen hinter Dänemark, Niederlande, Schweden und Frankreich eher im europäischen Mittelfeld. 







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