BaWü: Biobauern dürfen Hennen bei Schmuddelwetter im Stall lassen

Biobauern müssen laut EU-Verordnung ihren Hühnern täglich Auslauf gewähren. Über diese Vorgabe konnte Georg Heitlinger in Eppingen (Kreis Heilbronn) nur den Kopf schütteln. Die Tiere bei Schnee und Matsch in den Regen schicken, hatte für ihn nichts mit Tierwohl zu tun, sondern förderte eher noch Krankheiten.

Biobauern müssen laut EU-Verordnung ihren Hühnern täglich Auslauf gewähren. Über diese Vorgabe konnte Georg Heitlinger in Eppingen (Kreis Heilbronn) nur den Kopf schütteln. Die Tiere bei Schnee und Matsch in den Regen schicken, hatte für ihn nichts mit Tierwohl zu tun, sondern förderte eher noch Krankheiten.

Laut einem SWR-Bericht musste der Eppinger Eierproduzent war er dazu jedoch gesetzlich verpflichtet. Hätte er das nicht gemacht, wäre das Prädikat "Freilandhühner" für ihn in Gefahr gewesen.

Bis nach Brüssel kämpfte er sich daher mit seiner Forderung durch und brachte mit der Unterstützung der FDP-Abgeordneten Britta Reimers eine parlamentarische Anfrage auf den Weg. In einem Brief, so Heitlinger, habe dann der EU-Agrarkommissar geantwortet, dass seine Rechtsauffassung durchaus richtig sei. Man könnte auch mal Freilandhühner bei Schmuddelwetter im Stall lassen.

Da die Umsetzung der Verordnung in Deutschland aber Sache der Bundesländer ist, hat zumindest das Ministerium für den Ländlichen Raum Baden-Württemberg per Erlass die bisherige Praxis liberalisiert. Nun dürfen die rund 12.000 Hennen auch bei Schmuddelwetter im Trockenen bleiben, freut sich der Biobauer.