Anhörung

Bayern: Verkauf und Pacht von Ackerflächen neu regeln

Die bayerischen Kaufpreise für Flächen sind die höchsten bundesweit. Aufgrund der Kapitalmarktentwicklung ist es schwierig, darauf preisdämpfend Einfluss zu nehmen, hieß es bei einer Anhörung.

In Bayern besteht nach Einschätzung von Experten die Notwendigkeit nach einer gesetzlichen Neuregelung zum Verkauf und zur Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen. Das ist bei einer Anhörung im Landwirtschaftsausschuss des bayerischen Landtags deutlich geworden.

Darin beklagte Franz Sedlmeier vom Bayerischen Bauernverband (BBV) ein Auseinanderklaffen der Preise landwirtschaftlich genutzter Flächen zwischen dem innerlandwirtschaftlichen Verkehrswert und dem Marktwert. Aus seiner Sicht fehlt im Freistaat ein eigenes Ländergesetz, wie es das in Baden-Württemberg gebe. Sedlmeier forderte, das Vorkaufsrecht für Siedlungsunternehmen zu stärken.

Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Mitteldeutschland, Reiko Wöllert, appellierte an die Abgeordneten, den Verkauf von Flächen an außerlandwirtschaftliche Personen zu regulieren, und warnte, dass der Druck auf die Fläche noch stärker werde. Vor allem in Ostdeutschland sei das „an der Tagesordnung“.

Der Koordinator Landwirtschaft bei Ecovis Deutschland, Franz Huber, beklagte „Preise, die in astronomische Höhen gestiegen“ seien. Für viele Landwirte sei es daher nicht mehr möglich, Bodeneigentum zu kaufen. Huber berichtete, dass er bei seinen Kunden einen enormen Anstieg der Pachtflächenanteile beobachte.

Rechtsanwalt Hubertus Benecke, der die Familienbetriebe Land und Forst Bayern vertritt, rief das Parlament dazu auf, sich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen. „Der...