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Bioland und DLG loten Gemeinsamkeiten zur GAP aus

Der Kommissionsvorschlag für die EU-Agrarpolitik nach 2020 geht in die richtige Richtung, ist aber nicht zu Ende gedacht. Darin sind sich Bioland-Präsident Jan Plagge und DLG-Präsident Hubertus Paetow einig. Sie fordern beide mehr Zielorientierung bei der Förderung.

Lesezeit: 3 Minuten

Der Kommissionsvorschlag für die EU-Agrarpolitik nach 2020 geht in die richtige Richtung, ist aber nicht zu Ende gedacht. Darin sind sich Bioland-Präsident Jan Plagge und DLG-Präsident Hubertus Paetow einig. Sie fordern beide mehr Zielorientierung bei der Förderung.


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Bioland Präsident Jan Plagge und DLG-Präsident Hubertus Paetow suchen für die EU-Agrarreform nach 2020 nach gemeinsamen Positionen. Das zeigt sich im Doppelinterview von top agrar. Beiden geht der Vorschlag von EU-Agrarkommissar Phil Hogan nicht weit genug. In den Details haben sich jedoch auch unterschiedliche Ansätze.


„Eigentlich waren die Direktzahlungen vor 25 Jahren als Übergangszenario angelegt“, äußert Paetow im Interview mit top agrar. Das Ziel sei eine unternehmerische Landwirtschaft gewesen, in die möglichst wenig von Seiten der Politik eingegriffen wird. Dieses Ziel verfolgt Paetow in seiner Version der GAP noch immer. Langfristig müsse man Strategien für eine Umstellung des Fördersystems entwickeln, das ohne Direktzahlungen auskomme. Für Paetow ist dabei zentral, dass es einkommenswirksame Maßnahmen für Umwelt-, Klima- und Tierschutz geben muss, die an den jeweiligen Umwelt-, Klima- oder Tierschutzzielen orientiert sind. Das bedeute laut Paetow zum einen wenig Vorgaben, wie Landwirte die Ziele erreichen sollen. Stattdessen sollten Ergebnisindikatoren festgelegt werden, welche die Effekte der Maßnahmen messen. So könne man die Umsetzung dann finanziell honorieren. Auf diese Weise könne jeder Landwirt selbst entscheiden, welche Maßnahmen für den eigenen Betrieb am meisten Sinn ergeben. „Wichtig ist für die Landwirtschaft das Wissen, dass sie damit künftig auch Geld verdienen können“, betont der DLG-Präsident.


Auch Jan Plagge, Präsident von Bioland, hält langfristig drastische Umstellung des Fördersystems für notwendig an. Er schlägt vor, die pauschalen Direktzahlungen bis Ende 2027 auf ein Drittel zurückzufahren und die Verteilung der Mittel auf die erste und zweite Säule zu Gunsten der zweiten Säule zu verschieben. Auf diese Weise entstehe finanzieller Spielraum, mit dem sogenannte Ökoregelungen, einjährige Programme wie beispielweise Blühstreifen oder tierwohlbezogene Maßnahmen, finanziert werden können. Das restliche Drittel stünde dann für mehrjährige Maßnahmen, wie denen der bisherigen 2. Säule, bereit, erklärt Plagge im Interview mit top agrar.


Plagge und Paetow sind sich einig darin, dass flächengebundene Direktzahlungen nur eine Übergangslösung sein können. „Natürlich können wir aus diesem über 25 Jahre gewachsenem System nicht von heute auf morgen aussteigen“, sagt Paetow. Das gehe nur langfristig. Dennoch brauche man einen Masterplan, der weit über die nächste Förderperiode hinausgehe, sagt er.


Das komplette Interview des Chefredakteuren Dr. Schulze-Pals mit Plagge und Paetow finden Sie in der aktuellen Ausgabe 9/2018 oder hier im E-Paper.

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