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Bis auf einige Regionen gibt es genügend Saatgut für den Herbst

Insgesamt ist Z-Saatgut für die kommende Saison gut zu bekommen. Lediglich bei einzelnen Gerstensorten gibt es Engpässe. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern könnte Roggen knapp werden. Und in Hessen sei Saatgut insgesamt knapp, teilt der Verband der Vermehrer BVO mit. Auffällig sind laut BVO die in vielen Bundesländern auch die sehr frühzeitig eingehenden Saatgut-Bestellungen.

Lesezeit: 4 Minuten

Insgesamt ist Z-Saatgut für die kommende Saison gut zu bekommen. Lediglich bei einzelnen Gerstensorten gibt es Engpässe. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern könnte Roggen knapp werden. Und in Hessen sei Saatgut insgesamt knapp, teilt der Verband der Vermehrer BVO mit.

 

Auffällig sind laut BVO die in vielen Bundesländern auch die sehr frühzeitig eingehenden Saatgut-Bestellungen. Dies sei zum einen mit den Erfahrungen aus der Saatgutknappheit im Herbst 2011 bzw. im Frühjahr 2012 zu erklären sowie zum anderen mit dem Appell der Saatgutwirtschaft an die Landwirte, sich durch frühzeitige Bestellungen beim Handel, die termingerechte Bereitstellung des Z-Saatgutes zu sichern.


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Erntebericht des Bundesverbandes der VO-Firmen


In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist die Gerstenernte abgeschlossen und zeichnet sich durch gute Erträge und hohe Anerkennungsquoten aus. Erste Gerstensorten sind bereits ausverkauft. In südlichen und mittleren Landesteilen Schleswig-Holsteins ist die Weizenernte bei sehr guten Erträgen aber tendenziell schwächeren und schwankenden Rohproteinwerten zu 75 % eingefahren. Bislang sind keine größeren Fallzahlprobleme sowie keine flächendeckenden Probleme mit Auswuchs aufgetreten. An der Westküste Schleswig-Holsteins ist die Winterweizenernte mit bislang mittleren bis guten Erträgen und vereinzelt Rohprotein- und Fallzahlproblemen zu etwa 50 % eingeholt. Erste Druschergebnisse bei Roggen zeigen dort überwiegend gute Erträge bei stabilen Fallzahlen.

 

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Getreideernte zu 75 % eingeholt und – bei stabilem Erntewetter – bis Ende der Woche abgeschlossen. Die Ernte bei Winterweizen zeigt sehr gute Erträge, allerdings bei einer größeren Schwankungsbreite der Rohproteingehalte als in Schleswig-Holstein. Die Fahlzahlergebnisse sind größtenteils in Ordnung.

 

In der Köln-Aachener Bucht (NRW)zeigte die Gerstenernte gute Erträge, hohe Keimfähigkeiten und sehr geringe Siebabgänge. Allerdings gibt es dort Probleme bei der Entgrannung, was jedoch die gute Anerkennungsquote nicht schmälert. Die Weizenernte ist hier fast abgeschlossen. Die Fallzahlen und Rohproteinwerte sind stellenweise schwach. Das Ertragsniveau ist trotz Mäusefraßschäden und partieller Auswinterung hoch bis sehr hoch.

 

In Rheinland-Pfalzund Hessen ist die Getreideernte – bis auf Teile der Höhenlagen – abgeschlossen und zeigt im Süden von Rheinland-Pfalz leicht überdurchschnittliche Erträge. Die Ernte in den rheinland-pfälzischen Mittelgebirgslagen sowie in Hessen weist jedoch aufgrund der starken Auswinterungsschäden im Frühjahr 2012 sehr heterogene Erträge auf.

 

In Niedersachsen ist die Ernte von Wintergerste weitestgehend abgeschlossen. Die Erträge sind sehr heterogen, die Hektolitergewichte bewegen sich jedoch in einem zufriedenstellenden Bereich von 60 – 65 kg. Die Weizenernte in Niedersachsen ist großflächig angelaufen und in südlichen Landesteilen weiter vorangeschritten als in nördlichen Küstenregionen. Erste Ergebnisse zeigen gute Hektolitergewichte, Rohproteingehalte zwischen 12 und 14 % sowie sehr gute Fallzahlergebnisse. Einzig die Erträge bleiben mit schätzungsweise 70 – 75 dt/ha unterdurchschnittlich. Für Roggen und Triticale zeichnet sich eine gute Ernte ab.

 

In den drei östlichen Bundesländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ist die Gerstenernte weitgehend abgeschlossen. Die Druschergebnisse sind über die Regionen sehr heterogen. Speziell in der Altmark und im westlichen Brandenburg gibt es hohe Siebabgänge mit vereinzelt mehr als 30 %. Auch die Druschaktivitäten bei Roggen und Triticale sind i.W. abgeschlossen und zeigen gute Qualitäten und stabile Fallzahlergebnisse. Speziell in der Ostaltmark zeigen sich bei Populationsroggen jedoch unbefriedigende Erträge und große Fallzahlprobleme. Über alle drei Bundesländer ergibt sich dennoch eine gute Ernte bei Roggen und Triticale.

 

Der Weizendrusch ist in den frühen Gebieten abgeschlossen und hat in 60 – 80 % der Höhenlagen begonnen. Bei stabilem Erntewetter wird die Weizenernte in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen bis Ende der Woche zu etwa 80 % eingebracht sein. Bislang sind Probleme bei der Fallzahl und dem Rohproteingehalt sowie Auswuchs in frühen Sorten lediglich in der Altmark und im westlichen Brandenburg bekannt. In den von Auswinterungsschäden betroffenen Regionen sind eher mittlere bis unterdurchschnittliche Erträge zu verzeichnen, in den übrigen Gebieten werden sehr gute Winterweizenerträge mit Rohproteindefiziten geerntet.

 

Für Baden-Württemberg und Bayern zeichnet sich ein klares Süd-Nord-Gefälle ab. Die abgeschlossene Ernte von Wintergerste sowie erste Ernteergebnisse bei Winterweizen und Triticale zeigen im nördlichen Baden-Württemberg bescheidene Erträge von etwa 50 dt/ha bei gleichzeitig guten Erträgen der Sommerungen von etwa 70 dt/ha. Im südlichen Baden-Württemberg (südlich von Aalen) zeigen sich über alle Getreidekulturen hinweg gute Erträge. Auch die Erträge bei Raps fallen in den südlichen Regionen Baden-Württembergs höher aus (etwa 40 dt/ha) als in den nördlichen Regionen (etwa 30 dt/ha). In Bayern sind die Ernteergebnisse in der Region Franken vergleichbar mit den etwas schlechteren Ergebnissen des nördlichen Baden-Württembergs. Aber auch in den restlichen Regionen Bayerns werden ähnlich gute Erträge erwartet wie im südlichen Baden-Württemberg. (ad)

 

 

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