Vorschlag für die Grüne Architektur

BMU will steigende Ökoregeln bei der GAP erreichen

Umweltministerin Schulze überholt Agrarministerin Klöckner mit konkreten Ökoanforderungen für Agrarzahlungen. Dazu zählen wachsende Eco-Schemes Anteile bis 2027 und 5% nichtproduktive Fläche für alle.

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat am Mittwoch konkrete Vorschläge für die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Deutschland vorgelegt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sieht die Verhandlungen über die GAP in Brüssel im Trilog ausreichend weit genug, um in Deutschland mit der Umsetzung zu beginnen, sagte sie beim BMU-Agrarkongress heute in Berlin. Dabei stichelte sie auch gegen ihre für die Agrarpolitik zuständige Kabinettskollegin Julia Klöckner. „Aus dem BMEL hören wir im Moment eine Menge Fragen aber sonst nichts. Diese Lücke wollen wir heute schließen“, sagte sie.

Anfangs 30 % Eco-Schemes mit wachsendem Anteil bis 2027

Kern des BMU-Vorschlages sind die Ökoregeln, Eco-Schemes, die es als neues Element neben der Basisprämie künftig geben soll. Das BMU fordert zunächst 30 % der Direktzahlungsmittel für die Eco-Schemes zu verwenden und den Anteil sukzessiv zu steigern. Dafür schlägt das BMU zehn Maßnahmen vor, aus denen Betriebe wählen können. Dazu gehören u. a. die Bereitstellung von Flächen mit besonderem Wert für die Artenvielfalt (z. B. Brachen oder Landschaftselemente wie Hecken oder Raine), die Reduktion von Nährstoffüberschüssen, der Verzicht bzw. die Halbierung des Pestizideinsatzes, eine vielfältige Fruchtfolge oder verschiedene Maßnahmen für eine umwelt- und tiergerechte Grünlandnutzung. Eine mehrjährige Teilnahme an den Maßnahmen will das BMU höher honorieren.

Mindestens 10 % Umschichtung in die 2. Säule

Zusätzlich will das...


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