Ausgleich

Bundesprogramm Wolf: Antragsfrist wird bis 10. Oktober 2019 verlängert

Die BLE hat 1,05 Millionen Euro an Herdenschutzmitteln im Topf, die Wanderschäfer jetzt abrufen können.

Ab sofort können Wanderschäfer für ihre Bemühungen zum Schutz vor dem Wolf wieder Fördermittel bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragen. Insgesamt 1,05 Millionen Euro stellt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zur Verfügung, um den Aufwand, den Wanderschäferinnen und Wanderschäfer zum Schutz ihrer Herden gegen Wolfsübergriffe betreiben, finanziell aufzufangen.

Wanderschäfer, die mit ihren Herden durch Wolfs- und Wolfspräventionsgebiete ziehen, können bei der BLE noch bis zum 10. Oktober 2019 eine Förderung für Schutzmaßnahmen vor dem Wolf beantragen.

Mit der Förderrichtlinie aus dem Bundesprogramm Wolf möchte das BMEL laufende Kosten abdecken, die Schäferinnen und Schäfern mit wenigen direktzahlungsberechtigten Flächen durch den Mehraufwand für den Herdenschutz vor dem Wolf entstehen. Es ist ein pauschaler Betrag in Höhe von 36 Euro pro Wanderschaf vorgesehen. Die ab dem 16. September 2019 eingehenden Anträge werden nach Eingangsdatum bewilligt bis die verfügbaren Haushaltsmittel erschöpft sind. Voraussetzungen für die Förderung sind:

eine Herde von mindestens 200 Wanderschafen, die zum Stichtag 15. Juli 2019 über ein Jahr alt sind,

  • im gesamten Zeitraum (01. April bis 01. Oktober 2019) im Betrieb gehalten werden,
  • die Wanderung durch Wolfs- und Wolfspräventionsgebiete in der Hauptweidesaison 2018 und 2019 (Zeitraum: 01. April bis 01. Oktober),
  • eine maximal 60 Hektar (zuvor 40 Hektar) große, im Eigentum befindliche oder gepachtete Grünland- oder Dauergrünlandfläche sowie
  • Maßnahmen gegen den Schutz vor Wölfen (wolfsabweisende Zäune und/oder Herdenschutzhunde).

Die Antragsunterlagen ab sofort online unter www.ble.de/Bundesprogramm_Wolf.

Der Antrag muss schriftlich bis zum 10. Oktober 2019 bei der BLE vorliegen. Für Fragen steht die BLE telefonisch unter 0228/ 68 45 -2699 oder per E-Mail an Bundesprogrammwolf@ble.de zur Verfügung.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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