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DBV will mit Bischof Koch über sein umstrittenes Radiowort reden

Der Deutsche Bauernverband reagiert mit einem offenen Brief auf das umstrittene Radiowort des Berliner Erzbischofs Heiner Koch. Er kritisiert dessen Worte als Pauschalkritik, die mit der realen Welt der von Familien betriebenen Landwirtschaft nichts gemein habe. Den Bischof lädt er zum Dialog mit dem Berufsstand ein.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Deutsche Bauernverband (DBV) reagiert mit einem offenen Brief auf das umstrittene Radiowort des Berliner Erzbischofs Heiner Koch. Er kritisiert Kochs Worte als Pauschalkritik, die mit der realen Welt der von Familien betriebenen Landwirtschaft in Deutschland nichts gemein habe. Den Bischof lädt er zum Dialog mit dem Berufsstand ein.


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Wir können Ihre Bewertung zur „Hochglanzwelt der Grünen Woche“ beim besten Willen nicht als kritische Reflexion, als Ermunterung oder gar als Anstoß zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft oder der Nutztierhaltung einordnen“, schreibt der Generalsekretär des DBV in dem offenen Brief an Koch. Das Radiowort sei von mehrfach widerlegten Vorwürfen, in der gewählten pauschalen Form unrichtigen Behauptungen und von Verurteilungen der Landwirtschaft und der Bauernfamilien geprägt, heißt es weiter. Menschen aus dieser für den ländlichen Raum nicht unbedeutenden und eigentlich den Kirchen zugewandten Berufsgruppe würden eine solche Brandrede als verletzend empfinden, formuliert es der DBV.


Zur Grünen Woche hält der DBV den kritischen Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft für gewünscht und wichtig. „Aber Kritik darf nicht faktenfrei sein, darf sich nicht gemein machen mit kampagnenartig gezeichneten Zerrbildern und vor allem darf sie nicht ganze Gruppen pauschal diskreditieren“, steht in dem offenen Brief. Die Tierhalter seien durch die Botschaft zu Unrecht verurteilt und in ihrem Selbstverständnis tief getroffen worden.


„Sie sprechen von „katastrophalen Zuständen in den Tierfabriken“, von „Rinderzüchtern, die ihren Tieren brutal Gewalt antun...“ sowie davon, dass „viel zu große Mastbetriebe, die einzig und allein auf Profit setzen, täglich aufs Neue unsägliches Leid an der Kreatur verursachen“. Sie klagen beweislos an, dass „Billiglöhne für modernes Sklaventum sorgen". Damit zeichnen Sie ein allgemeines Bild, das mit der realen Welt unserer von Familien betriebenen Landwirtschaft in Deutschland nichts gemein hat“, heißt es in dem offenen Brief wörtlich. Nach Wahrnehmung des DBV kommen solche Pauschalurteile einer beruflichen, gesellschaftlichen und moralischen Ausgrenzung gleich.


Den Erzbischof von Berlin lädt der DBV ein, sich selbst in landwirtschaftlichen Betrieben ein Bild zu machen und an einem Erntedankfest mit den Bäuerinnen und Bauern in einer Berliner Kirche oder an einem Landkirchentag teilzunehmen. „Wir würden uns freuen, wenn wir zu einem konstruktiven Gespräch finden würden und stehen Ihnen dafür gern zur Verfügung“, lautet der abschließende Satz.

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