Entwickler von Hybridreis mahnt zur Vorsicht

Yuan Longping, der 1974 den weltweit ersten Hybridreis gezüchtet hat, hat zur Vernunft im Umgang mit Gentechnologie aufgerufen, nachdem er den Entwurf für ein neues Getreidegesetz in China gelesen hat. Yuan sagte, er habe nichts gegen transgene Technologie. Forschung und Wissenschaft auf dem Gebiet sollten aktiv gefördert werden.

Yuan Longping, der 1974 den weltweit ersten Hybridreis gezüchtet hat, hat zur Vernunft im Umgang mit Gentechnologie aufgerufen, nachdem er den Entwurf für ein neues Getreidegesetz in China gelesen hat.
 
Yuan sagte, er habe nichts gegen transgene Technologie. Forschung und Wissenschaft auf dem Gebiet sollten aktiv gefördert werden. Doch die Sicherheit der gentechnisch veränderten Lebensmittelproduktion und –vermarktung solle mit Vorsicht gehandhabt werden, zitiert ihn das China Internet Information Center. Die Anwendung der transgenen Technologie solle auf die Herstellung von Nahrungsmitteln beschränkt werden. Dazu müsse die Regierung eine wissenschaftliche und umsichtige Haltung gegenüber gentechnisch veränderten Lebensmitteln einnehmen, sagte Yuan. Zudem empfahl er der Führung eine gründliche Auswertung der systemischen Sicherheit von GVO und transgenem Saatgut sowie eine strikte Aufsicht über die Anwendung der Technologie.
 
Der 82-jährige Agrarwissenschaftler kündigte zudem an, bei der jährlichen Tagung von Chinas oberstem politischen Beratungsgremium einen höheren Kaufpreis und faire Verkaufspreise für Getreide vorschlagen zu wollen. "Die Getreidepreise sind die Grundlage der Preise aller anderen Rohstoffe", sagte er. Ein Anstieg der Verkaufspreise für Getreide werde sich positiv auf andere Verbraucherpreise auswirken. Niedrige Einkaufspreise verletzten die Interessen der Bauern und schadeten sogar Chinas Versorgungssicherheit, sagte Yuan. Darüber hinaus zeigte sich der Forscher unzufrieden mit der jüngsten Ertragssteigerung bei Reis auf 926,6 kg pro Mu (0,0667 ha). In den nächsten drei Jahren will Yuan 1000 kg pro Mu schaffen. (ad)
 

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