Extrahiertes Lupineneiweiß neuer Grundstoff für Lebensmittel

Deutschen Wissenschaftlern ist es gelungen, das Eiweiß von Lupinen zu extrahieren und ihm die Bitterstoffe zu nehmen. So kann es für vegane Fleisch- und Milchalternativen eingesetzt werden und eine wichtige Rolle bei der Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung spielen.

Deutschen Wissenschaftlern ist es gelungen, das Eiweiß von Lupinen zu extrahieren und ihm die Bitterstoffe zu nehmen. So kann es für vegane Fleisch- und Milchalternativen eingesetzt werden und eine wichtige Rolle bei der Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung spielen, wenn nicht mehr genügend Fleisch produziert werden kann.

Bundespräsident Joachim Gauck überreichte den zwei Lebensmitteltechnikern Peter Eisner und Stephanie Mittermaier vom Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising sowie Katrin Petersen von der Prolupin GmbH in Grimmen am Mittwoch den mit 250.000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis 2014.

"Wir arbeiten an dem Verfahren seit 1989 und hatten vor sechs Jahren einen Punkt, an dem wir die Idee fast begraben hätten", sagte Eisner gegenüber der Tagesschau. Der Haken bei dem Projekt war: Auch Lupinensamen haben einen grasigen, intensiven Geschmack, den es zunächst zu tilgen galt. Das gelang durch ein mehrstufiges Verfahren, mit dem die reinen Proteine mittels Wasser und Kohlendioxid von den Aromen getrennt wurden. Die isolierten Eiweiße können dann als fast geschmacksneutrale Grundstoffe für Stabilisatoren in Brotaufstrichen und Drinks oder als sogenannte Strukturbildner in Wurstersatz- und Teigwaren eingesetzt werden.

Zielgruppe der veganen Produkte sind Allergiker, Cholesterinbewusste, aber auch Veganer oder Vegetarier, denen Soja zu bitter und muffig schmeckt. Außerdem soll allen anderen Verbrauchern eine Alternative zum Fleisch angeboten werden, um in Zukunft die weiter steigende Zahl von Menschen weltweit ernähren zu können.

Allerdings eignen sich nicht alle Pflanzen als Ersatz für tierische Rohstoffe. Hülsenfrüchte wie Lupine, Soja, Bohnen oder Erbsen kommen mit ihrem hohen Eiweißgehalt durchaus als Fleischersatz infrage. Und im Gegensatz zu der oft gentechnisch veränderten Sojabohne muss man Lupinen nicht importieren, denn die Pflanze wächst auch in Deutschland.


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