Agrarzahlungen/ Mehrfachantrag

Frist für den Agrarantrag bleibt beim 15. Mai

Auch dieses Jahr müssen die Landwirte ihre Anträge auf Agrarförderung bis zum 15. Mai einreichen. Die Länder haben sich gegen eine Verlängerung der Frist im Zuge der Coronakrise entschieden.

Der letzte Einreichungstermin für die Anträge auf Agrarförderung bleibt in allen Bundesländern auch dieses Jahr der 15. Mai. „Die Länder haben sich gegen eine Verschiebung der Antragsfrist bis zum 15. Juni ausgesprochen, da dies die Auszahlung der Direktzahlungen zum Jahresende in Frage stellen würde“, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) auf Anfrage von top agrar mit.

Die Europäische Kommission hatte am 17. März angekündigt, dass sie es den Mitgliedstaaten ermöglichet, die Einreichungsfrist für die Anträge auf EU-Agrarförderung vom 15. Mai auf den 15. Juni 2020 zu verlängern. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hatte das zunächst begrüßt und angekündigt diesen Vorschlag zu unterstützen. Daraus ist auf Druck der Länder aber nichts geworden.

Alle Länder hätten erklärt, dass eine Verlängerung der Antragsfrist nicht erforderlich sei. Die Landwirte seien - auch angesichts der zusätzlichen Hilfestellungen durch die Verwaltung - in der Lage, ihre Anträge rechtzeitig bis zum 15. Mai 2020 einzureichen, so das BMEL weiter. Auch sei die bisherige Entwicklung der Anzahl der gestellten Anträge mit derjenigen der Vorjahre vergleichbar.

Mit einer Verlängerung bis zum 15. Juni (bzw. bis zum 9. Juli für verspätet eingereichte Anträge) wären weitere Folgeprobleme verbunden, z.B. bei der Meldung und Kontrolle der im Anbauzeitraum 1. Juni bis 15. Juli angebauten Hauptkulturen, heißt es beim BMEL zur Begründung weiter.

Die Agraranträge können online gestellt werden. Zum Antragsverfahren gibt es in den meisten Bundesländern in diesem Jahr zusätzlich Informationen per Video oder Live-Chat.

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Auch in Deutschland sollen die Landwirte bis zum 15. Juni Zeit für ihren Agrarantrag bekommen. Das BMEL will die von der EU-Kommission wegen der Coronakrise eingeräumte Fristverlängerung umsetzen.

Als Reaktion auf die besonderen Rahmenbedingungen durch die Corona-Krise wird den mit der Lebensmittelversorgung befassten Landwirten mehr Zeit für GAP-Anträge eingeräumt


Diskussionen zum Artikel

von Bernd Brunhöver

Ist ja eigentlich nicht das Problem

weil gemacht werden muss es sowiso . Aber genau wie bei der vorzeitigen Auszahlung ( ab Oktober ) bekommen es ja einige Länder auch hin ausser unsere Zuständigen . Vielleicht sollte dann aufgrund von Corona für die zuständigen stellen auch einmal die Arbeitszeit für einen bestimmten ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Da haben wir´s wieder.

Während alle anderen Branchen Erleichterungen bekommen, wird in der Landwirtschaft nur angekündigt, aber dann doch nichts gemacht. Und die Begründung, dann könne nicht bis zum Jahresende ausbezahlt werden, ist doch auch Humbug. Da alle Zahlen im System wären am 15.6., stünde doch ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Die GAP Auszahlung

Wird in NL vorgezogen Andere Länder andere Sitten aber ein Europa

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