Marktmacht

Gutachter fordern weitere Nachbesserungen im Gesetz gegen unfaire Handelspraktiken

Der Bundestag verhandelt darüber, das Gesetz gegen unfaire Handelspraktiken weiter zu verschärfen. Bauernverband und Lebensmittelwirtschaft erwarten noch eine Reihe von Nachbesserungen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert weitere Nachbesserungen im Gesetz gegen unfaire Handelspraktiken. Das Gesetz ist aus Sicht des DBV ein „wichtiger und notwendiger Schritt“. Um in der Lebensmittelkette nachhaltig und dauerhaft für Augenhöhe zu sorgen, sei es aber zusätzlich erforderlich, die Bildung von Gegengewichten auf der Erzeugerebene auch zuzulassen, sagte der Generalsekretär des DBVs, Bernhard Krüsken, anlässlich einer öffentlichen Anhörung zum Gesetz im Bundestag am Montag.

Mehr Unternehmen sollen geschützt werden

Bei den Nachbesserungen legt der DBV vor allem Wert darauf, dass auch Unternehmen mit mehr als 350 Mio. € Umsatz von den Schutzregeln profitieren sollen. Damit will der DBV auch die genossenschaftlichen Verarbeitungsunternehmen aus der Milch- und Fleischwirtschaft mit in den Schutzbereich einbeziehen. „Aus Sicht der Landwirtschaft ist es problematisch, dass die geplanten Regelungen nur für Unternehmen bis zu einer Umsatzgröße von 350 Mio. Euro gelten sollen. Viele von Landwirten getragene Vermarktungs- und Verarbeitungsbetriebe liegen oberhalb dieser Schwelle und sind mit solchen Handelspraktiken konfrontiert. Der in den letzten Monaten nochmals gestiegene Preis- und Kostendruck in der Lebensmittellieferkette und der geringe Anteil der Landwirte an der Wertschöpfung verdeutlichen gerade auch in diesem Punkt die Notwendigkeit der...


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Diskussionen zum Artikel

von Gerd Schuette

https://www.oxfam.de/system/files/documents/oxfam_stellungnahme_agrarmarktstrukturgesetz.pdf

Oxfam hat eine Liste mit 100 Knebelvereinbarungen des LEH`s mit seinen Lieferanten veröffentlicht und fordert zudem ein Verbot des Einkaufs unter Produktionskosten. Wohlgemerkt Oxfam! Nicht der Bauernverband!

von Rudolf Rößle

Es lohnt sich, auf das zu schauen

was um uns herum passiert. In manchen Bereichen gibt es Verbündetet, deren Veröffentlichungen auch gelesen werden.

von Dietmar Weh

Die privaten haben Markenprodukte und verdienen sich ne goldene Nase!

Siehe Müller Ehrmann..... Die Genossen machen Pulver Butter und austauschbare Handelsprodukte. Schaut sie Euch genau an in "Eurem Unternehmen" wer die Versager sind. Ablesbar nicht an der verarbeitenden Milchmenge sondern Auszahlungspreis an die Bauern.

von Hermann Kamm

Leider muss der Bauernverband

für die verarbeitende Nahrungsmittel Industrie kämpfen, denn seine Funktionäre sitzen dort im Aufsichtsrat und stopfen sich die Taschen voll. Aber für uns Landwirte kämpft dieser Verband nun wirklich nicht.

von Gerd Uken

Viel G..... um .....

Der Handel lobt sich Preisnachlässe und Aktionsangebote aus. Was hilft mir das? U Serie Momkereien und das zu 70% Genos haben es anscheinend Nicht drauf ihre 35% für uns gewinnbringend zu verkaufen. Man unterbietet sich lieber selber. Da kann uns keiner vor schützen da sind die ... mehr anzeigen

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