Klöckner holt Ex-Agrarminister Borchert ins BMEL

Der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert bekommt wieder eine Aufgabe im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL). Agrarministerin Klöckner überträgt ihm die Leitung eines neuen Kompetenznetzwerks für die Nutztierstrategie.

Klöckner kündigte die Schaffung eines Kompetenznetzwerks Nutztierstrategie bei ihrer Jahresbilanz in dieser Woche in Berlin an. Das Kompetenznetzwerk leiten soll der ehemalige Bundeslandwirtschaftsministers Jochen Borchert.

Als Nutztierhaltungsstrategie des BMEL hatte der damalige Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt das Papier im Juni 2017 vorgestellt. Union und SPD haben sie unter dem Namen Nutztierstrategie dann vor einem Jahr in den Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung aufgenommen. „Wir entwickeln die nationale Nutztierstrategie weiter, die den Tier- und Umweltschutz genauso beachtet wie die Qualität bei der Erzeugung und Marktorientierung“, heißt es dort. Die Strategie schlägt unter anderem ein Bundesprogramm nachhaltige Nutztierhaltung, eine verbesserte Investitionsförderung, ein staatliches Tierwohllabel und eine Grünlandstrategie vor.

Eine nationale Nutztierstrategie hatte der wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik in seinem umfangreichen Gutachten zur Zukunft der Tierhaltung im Jahr 2015 empfohlen. Dem schloss sich 2016 auch der Kompetenzkreises Tierwohl unter der Leitung des ehemaligen Staatssekretärs im BMEL und späteren Landwirtschaftsministers von Niedersachsen Gerd Lindemann an.

Johann Joachim Borchert war von 1993 bis 1998 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in der von Bundeskanzler Helmut Kohl geführten Bundesregierung. Der 78-jährige CDU-Politiker ist unter anderem Ehrenpräsident der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege sowie des Landesjagdverband NRW und Ehrenvorsitzender der Jägerstiftung natur+mensch.