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Konjunkturbarometer: Landwirte stellen Investitionen ein

Das aktuelle Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) kennt nur eine Richtung: nach unten. Weniger als ein Drittel der Landwirte plant in der ersten Jahreshälfte Investitionen. Die Stimmung in der Landwirtschaft nähert sich an die im Krisenjahr 2009 an.

Lesezeit: 3 Minuten

Das aktuelle Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) kennt nur eine Richtung: nach unten. Weniger als ein Drittel der Landwirte plant in der ersten Jahreshälfte Investitionen. Die Stimmung in der Landwirtschaft nähert sich an die im Krisenjahr 2009 an.


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„Die Stimmung unter den Landwirten ist auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie 2008/2009, als wir schon mal durch das Tal der Tränen gegangen sind“, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, am Mittwoch bei der Veröffentlichung des aktuellen Konjunkturbarometers Agrar auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die angespannte Liquiditätslage in vielen Betrieben lässt sich an einem weiteren Rückgang der Investitionsbereitschaft ablesen. Nur 28 Prozent der Landwirte wollen laut dem Konjunkturbarometer in den kommenden sechs Monaten investieren. Vor einem Jahr waren es noch 34 Prozent und vor zwei Jahren 40 Prozent. Die Investitionszurückhaltung betrifft alle Betriebsformen. Das für die kommenden sechs Monate geplante Investitionsvolumen sinkt laut den Daten auf einen Tiefpunkt von 3,3 Mrd. € und ist damit nur noch halb so groß wie vor zwei Jahren.


Die Liquiditätslage ist angespannt


Im Konjunkturbarometer geben 20 Prozent der Landwirte an, dass die Liquiditätslage ihrer Betriebe angespannt oder sehr angespannt ist. Auch das ist ein Rückschlag im Vergleich zur letzten Erhebung im September 2015, als dies 18 Prozent angaben, im Juni 2015 sagten dies erst 13 Prozent. Mehr als jeder vierte Futterbaubetrieb klagt laut dem DBV über eine angespannte oder sehr angespannte Liquiditätssituation. Mit 27 Prozent sei aber auch der Anteil bei den Veredlungsbetrieben hoch.


Nur Veredler erwarten Besserung


In der aktuell schlechten wirtschaftlichen Lage kommt es auf die Erwartung der zukünftigen Entwicklung an. Diese wird jedoch im Konjunkturbarometer nur von den Veredelungsbetrieben als positiver beurteilt. Die Futterbaubetriebe erwarten hingegen für die nächsten zwei bis drei Jahre eine gleichbleibende wirtschaftliche Situation. Auch die Ackerbaubetriebe gehen für die Zukunft eher von einer ähnlichen wirtschaftlichen Situation wie heute aus.


Laut dem DBV haben die Preise für Milch und Schweine den stärksten negativen Einfluss auf die aktuelle Lage. Einen belastenden, aber nicht mehr so stark negativen Einfluss schreiben die Landwirte den Pachtpreisen zu, so der DBV weiter. Entlastungen sehen die Landwirte dagegen vor allem in den etwas niedrigeren Futter- und Düngemittelpreisen sowie bei den gesunkenen Treibstoffpreisen. Auch die politischen Rahmenbedingungen bekommen in dem Konjunkturbarometer schlechte Noten. So wird die nationale Agrarpolitik im Jahresvergleich schlechter bewertet.


Das Konjunkturbarometer Agrar wird vierteljährlich im Auftrag des DBV, des VDMA Fachverbandes Landtechnik und der Landwirtschaftlichen Rentenbank in einer repräsentativen Umfrage ermittelt. Für die aktuellen Zahlen befragte das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt im Dezember 2015 rund 2.100 Landwirte und Lohnunternehmer in ganz Deutschland.

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