Zukunftskommission Landwirtschaft

Landfrauen fordern Aufeinanderzugehen in der Agrardebatte

Die Landfrauen fordern, in der Agrardebatte Maximalforderungen abzulegen und aufeinander zu zugehen. An die Zukunftskommission Landwirtschaft haben sie hohe Erwartungen.

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) setzt große Erwartungen an die Zusammenarbeit aller Beteiligten in der Zukunftskommission Landwirtschaft. „Vertraulichkeit in Bezug auf die Arbeit in der Zukunftskommission Landwirtschaft ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg, das hat die Vorgehensweise bei den Verhandlungen in der Borchert-Kommission gezeigt. Die Verständigung auf eine solche Vereinbarung erwarte ich von allen Mitgliedern der Kommission“, sagte Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes und berufenes Mitglied der Zukunftskommission.

Sie appellierte an alle Beteiligten für zielorientiertes Arbeiten sowie Sachlichkeit in der Debatte. „Wir brauchen einen breit getragenen Kompromiss, der die Erwartungen unserer Verbraucherinnen und Verbraucher, die Sicherung unserer Landwirtschaft und die Anforderungen zum Schutz unserer Umwelt zusammenführt. Dafür ist es unabdingbar, dass alle Beteiligten ihre Maximalforderungen ablegen und aufeinander zugehen“, sagte Bentkämper.

Bauernverband will offen in den Dialog gehen

Beim Deutschen Bauernverband (DBV) geht man vor der konstituierenden Sitzung der Zukunftskommission Landwirtschaft am 7. September fest davon aus, dass bei dem rund zehnmonatigen Diskussionsprozess am Ende etwas „Zählbares“ herauskommt. „Wir gehen offen in diesen Dialog“, kündigte DBV-Präsident Joachim Rukwied gegenüber Hauptstadtjournalisten an. „Unser Antritt ist, dass wir liefern“, sagte er.

Am 7. September 2020 wird erstmals die neu eingerichtete Zukunftskommission Landwirtschaft tagen. Sie wurde als Ergebnis des Agrargipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Dezember 2019 beschlossen. Sie besteht aus 32 Vertretern bundesweit aktiver Verbände und Organisationen aus den Themenfeldern Landwirtschaft, Wirtschaft und Verbraucher, Umwelt und Tierschutz sowie Wissenschaft. Die Abschlusssitzung der Zukunftskommission ist für den 28. Juni 2021 geplant.

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Die Landfrauen bieten sich in der Debatte zur Zukunft der Landwirtschaft als Vermittler an. Präsidentin Bentkämper fordert dafür auch, mehr Frauen in landwirtschaftliche Gremien zu schicken.


Diskussionen zum Artikel

von Günter Schanné

Aufeinanderzugehen?

Der Vorwurf der Tierquälerei in großem Stil an die industrielle Landwirtschaft ist durchaus berechtigt: 1. Betäubungsloses Kastrieren unschuldiger, neugeborener, männlicher Ferkel ist ein wissenschaftlich nachgewiesener sehr schmerzhafter Eingriff, zu dem es schon seit langem ... mehr anzeigen

von Markus Grehl

Wie soll man einen Kompromiss mit solch ideologisch verblendeten Menschen finden? Die Ideologen rücken in keinster Weise von ihrem Standpunkt ab. Deshalb sehe ich keine Chance auf eine Annäherung!

von Jochem Middelkamp

Landfrauen haben Recht !!

Tatsache ist doch das es den Klimawandel gibt, der lange von grossen Teilen der Landwirten geleugnet würde, erst Recht die teilweise nicht zu leugnente Mitverantwortung als Verursacher. Auch geht ein nicht unerheblicher Anteil des zu hohen Nitratgehalt im Grundwasser auf die ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Agrarwende

wird nicht abgelehnt. Doch um die Nahrungsmittelproduktion in Deutschland halten zu können sollten Preise 30-100% über den Weltmarktpreisen liegen. Wie diese Beträge zustande kommen ist den Landwirten wurscht.

von Wilhelm Grimm

Aufeinander zugehen, liebe Landfrauen ???

In der derzeitigen Diskussion geht es einzig und allein darum, das wir Landwirte gezwungen werden sollen, auf die Forderungen der Anderen zu zugehen. Die Anderen bringen in das Geschäft gar nichts ein, sie fordern und fordern immer mehr. Beweise für deren Behauptungen, wir hätten ... mehr anzeigen

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