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Landwirtschaft weiterhin Emissionsquelle

Die landwirtschaftliche Produktion in der Europäischen Union verursacht weiterhin bedeutsame Emissionen und steigert die Luftverschmutzung; im Vergleich zur Situation vor 20 Jahren sind die Austräge jedoch stark zurückgegangen. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde.

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Die landwirtschaftliche Produktion in der Europäischen Union verursacht weiterhin bedeutsame Emissionen und steigert die Luftverschmutzung; im Vergleich zur Situation vor 20 Jahren sind die Austräge jedoch stark zurückgegangen. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde.


Laut den Daten, die bis 2010 ausgewertet wurden, konnten elf Mitgliedstaaten ihre Umweltziele nicht erreichen, die sie im Übereinkommen über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung festgeschrieben hatten.  Deutschland erreichte seine Zielwerte für Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen ohne Methan nicht.


Die geschäftsführende EEA-Direktorin Jacqueline McGlade erklärte zur Studie, EU-Verordnungen und internationale Abkommen hätten zur deutlichen Verringerung der Luftverschmutzung beigetragen. Allerdings zeige die Tatsache, dass viele Länder ihre Emissionsziele verpasst hätten, dass die Bemühungen fortgesetzt werden müssten, um die Gesundheit der EU-Bürger zu schützen.


Mehr Schwermetalle


Obwohl die selbstgesteckten Ziele verfehlt wurden, konnten die wichtigsten Luftschadstoffe laut EEA-Daten deutlich verringert werden. So sanken die Schwefeloxid-Emissionen seit 1990 um 82 %. Der Kohlenmonoxidausstoß konnte um 62 % gesenkt werden. Nicht-Methan flüchtige organische Verbindungen wurden um 56 % reduziert, Stickoxide um 47 % und Ammoniak um 28 %. Die Emissionen von Feinstaub sanken außerdem seit 2000 um 15 %. Als wichtige Schadstoffquellen führt die EEA neben der Landwirtschaft den Straßenverkehr, die Haushalte, Stromerzeugungsanlagen und bestimmte Industriezweige an. Trotz langfristiger Abwärtstrends erhöhten sich zuletzt die Werte für einige Schwermetalle wie Cadmium, Arsen und Blei sowie langlebige organische Schadstoffe. Verursacht wurde der Anstieg von bestimmten Wirtschaftsbranchen und privaten Haushalten. (AgE)

 

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