Perspektiven der Landwirtschaft

GAP 2020: Mehr Klarheit und Wahrheit gefragt Plus

KOMMENTAR: Nicht Frust und Verzagen, sondern proaktive Konzepte der Landwirte sind gefragt, Es gilt Ökonomie und Ökologie zu versöhnen. Jetzt ist die Landwirtschaft am Zug

Kommentar aus Brüssel zum Jahresbeginn 2020 von top agrar EU-Korrespondent Thomas A. Friedrich

Das Jahr 2020 ist ein Schicksalsjahr für die europäische Landwirtschaft und damit auch für die deutschen Bauern. In Brüssel werden die Weichen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP 2020) und das EU-Budget für das kommende Jahrzehnt gestellt.

Trotz massiven Bauernprotesten, grünen Kreuzen und weit verbreitetem Frust steht ein Gezeitenwechsel an. Es ist an der Zeit, dass die Landwirtschaft mehr Marktwirtschaft wagt. Denn von Brüssel haben die Bauern in Zukunft immer weniger zu erwarten.

Der Brexit und die Neuwahl der Kommissionsspitze haben in den vergangenen Monaten die Arbeit in Brüssel nahezu lahmgelegt. Mittlerweile ist klar: Großbritannien verlässt am 31. Januar die EU. Die neuen Posten in Parlament, Kommission und Rat sind neu besetzt. Brüssel ist somit wieder voll arbeitsfähig.

Das ist längst überfällig, denn vor allem Europas Landwirte erwarten klare und verlässliche Signale, in welche Richtung sich die europäische Agrarpolitik in Zukunft entwickeln wird.

Fest steht: Die Zeichen stehen auf Veränderungen. Daran lassen auch die Neujahrsansprache von Kanzlerin Angela Merkel und die Losung der neuen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen keinen Zweifel. „Den Wandel wagen“, so lautet die gemeinsame Botschaft.

Neue Prioritäten in der EU ziehen Veränderungen in den traditionellen Politikbereichen nach sich. Davon ist vor allem die Landwirtschaft betroffen. Wie immer im Leben sind damit Chancen und Risiken verbunden.

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Diskussionen zum Artikel

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