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Nordzucker: Aktionärsverein gegen Afrika-Investitionen

Hans-Heinrich Voigts, Vorsitzender des Norddeutschen Zuckerrüben Aktionärsvereins, ist nach wie vor gegen die geplanten Investitionen der Nordzucker in Afrika. Das machte er auf der Mitgliederversammlung des Vereins am 11. Juni in Pattensen deutlich.

Lesezeit: 2 Minuten

Hans-Heinrich Voigts, Vorsitzender des Norddeutschen Zuckerrüben Aktionärsvereins, ist nach wie vor gegen die geplanten Investitionen der Nordzucker in Afrika. Das machte er auf der Mitgliederversammlung des Vereins am 11. Juni in Pattensen deutlich.

 

Für derartige Investments habe der Nordzucker-Vorstand keinen Spielraum, erläuterte Voigts seine Bedenken. Nordzucker habe nach den Investitionen der vergangenen Jahre zwar seine Kredite getilgt. Die finanziellen Reserven des Unternehmens seien jedoch nach wie vor so knapp, dass weitere Investitionen wohl nur auf Kosten des Rübengeldes und der Dividende erfolgen könnten.

 

Außerdem sei das Risiko bei diesen Investitionen ohnehin viel zu hoch, so Voigts weiter. Sambia leide unter katastrophaler Infrastruktur, korrupten Politikern und unsicheren Eigentumsverhältnissen. Seit Monaten wird über millionenschwere Investitionspläne des Vorstandes der Nordzucker AG in die sambische Rohrzucker-Produktion spekuliert. Der Vorstandsvorsitzende Hartwig Fuchs bestätigte gegenüber Pressevertretern im April lediglich, dass er die Länder Sambia, Tansania und Kenia für hochinteressante Investitionsstandorte halte.

 

Der Aktionärsverein wünscht sich von Fuchs stattdessen, dass er das Unternehmen besser auf das Ende der europäischen Zuckerrübenquote im Jahr 2017 vorbereitet. Der Konzern solle die Frachtenfreiheit für die Rübenbauern garantieren und sich für die Einrichtung einer Zuckerbörse in Paris stark machen. Auch ein Einstieg in die Isoglukose-Produktion sei zu überlegen.

 

Vor allem aber müsse vor weiteren Investitionen zunächst eine pünktliche Zahlung aller Rübengelder sowie die Auszahlung einer angemessenen Dividende sichergestellt werden. Voigts sieht hier dringenden Nachholbedarf.

 

Der Norddeutsche Zuckerrüben Aktionärsverein wurde im Jahr 2010 gegründet und hat derzeit 262 Mitglieder.

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