Deutscher Kompromiss zur Agrarreform

Pflicht für Eco-Schemes soll erst ab 2025 voll greifen Plus

Die deutsche Ratspräsidentschaft schlägt zur EU-Agrarreform eine zweijährige Übergangszeit für verpflichtende Umweltmaßnahmen (Eco-Schemes) vor. Damit verschafft sie den Direktzahlungen nochmal Luft.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorgeschlagen, dass die Mitgliedstaaten in den Jahren 2023 und 2024 nicht für Eco-Schemes genutzte Gelder dennoch als Basishektarprämie auszahlen dürfen. Damit will sie ein Mindestbudget für Eco-Schemes einführen, den Mitgliedsländern aber gleichzeitig eine finanzielle Flexibilität bieten, heißt es in einem aktuellen Vorschlag des deutschen Agrarratsvorsitzes, der top agrar vorliegt.

Mitgliedstaaten sollen damit von Eco-Schemes überzeugt werden

Begründet wird der Vorschlag damit, dass unter den Mitgliedstaaten sowohl Befürworter als auch Kritiker der Eco-Schemes „starke Bedenken“ geäußert haben. Sie fürchten, dass sie Mittel verlieren könnten, wenn sie mit den Eco-Schemes zu Beginn das Mindestbudget nicht erreichen. Die Eco-Schemes sollen eigentlich einen Teil der Direktzahlungen ersetzen und für konkrete jährliche Umweltmaßnahmen ausgezahlt werden.

Prozentsatz für Eco-Schemes noch Verhandlungssache

Einen Prozentsatz, wie hoch der Anteil der Eco-Schemes an den Mitteln aus der ersten Säule, aus denen auch die Direktzahlungen gezahlt werden, sein soll, gibt Deutschland in seinem...

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Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner will mindestens feste Eckdaten für die EU-Agrarreform bis Herbst erreichen. Die Erwartungen an einen Abschluss der Verhandlungen 2020 sind geschrumpft.

Voraussichtlich 2023 sollen sie kommen: die Eco-Schemes. Das sind einjährige Umweltmaßnahmen, für die es Gelder aus der 1. Säule geben soll.


Diskussionen zum Artikel

von Gregor Grosse-Kock

Seuchenschutz

Fr Klöckner soll mal endlich in die Hufe kommen, den Zaunbrau richtig erledigen lassen und keine Luftschlösser bauen. Keiner hat eine Berufsehre und Verantwortung - schlimm!

von Guido Müller

Subventionen

an Personen oder Betrieb zu zahlen, die nicht landwirtschaftlich tätig sind, war nie Sinn der Regelungen. Ich kenne einen Metzger, der große Flächen aufgekauft hat, diese als Weideflächen für sein Großvieh bis zur Schlachtung nutzt und die entsprechende Prämie als Grünland ... mehr anzeigen

von Martin Reinecke

Wenn der Metzger auf dem Grünland Rinder hält, ist es doch eine landwirtschaftliche Nutzung. Er ist doch landwirtschaftlich tätig. Somit steht ihm auch die Prämienzahlung zu.

von Josef Schmid

Wo wird wohl mehr Streuergeld verbraten ?

Herr von ter Veen, die politisch Verantwortlichen für die Verteilung der Steuergelder wird es sehr wohl interessieren, ob die Gesellschaft dahinter steht, wenn Milliarden einfach zur Belohnung von Groß-Grundbesitzern ausgegeben werden. Es gibt nämlich eine Menge anderer ... mehr anzeigen

von Martin Reinecke

Herr von ter Veen hat bei einem recht, das Bio um es mit Ihren Worten zu sagen das Geld richtig in den Rachen geworfen wird. Und wofür? Bio ist für Klima nicht unbedingt besser, dazu gibts bereit einige Studien. 1. braucht Bio 1/3 bis die Hälfte mehr an Fläche, um den selben ... mehr anzeigen

von Josef Schmid

Subventionen begründen

Dieser Vorschlag von Ministerin Klöckner würde einer Fortsetzung der bisherigen Flächenprämien gleichkommen. Ist es wirklich im mehrheitlichen Interesse der Landwirte, daß die größten Betriebe das meiste Geld in den Rachen geworfen bekommen ? Unabhängig von der natürlichen ... mehr anzeigen

von Bernhard ter Veen

@ Schmid

dem Steuerzahler ist es VÖLLIG EGAL wofür das Geld das IHM ja nicht gehört ausgegeben wird. Es kommt ja auch nicht von weit her, dass den Öko-/BIO Landwirten ein Mehrfaches an Steuergeld für deren Minderertrags Wirtschaft überwiesen wird um damit die Produkte in den Läden damit ... mehr anzeigen

von Philipp Bosse

ECO-Schemes

Grundeinkommen je ha 1200€ - dann wird nur noch ÖVP -Fläche angelegt.Nahrungsmittel erzeugen andere Länder ohne Rücksicht auf die Umwelt. Beim Elektroauto kommt der Strom auch aus Atom und Kohle.

von Bernhard ter Veen

wieso NUR 1200,-€

Die VerBeamtierung der NOCH Verbliebenen Betriebsführenden Landwirten und alle Pensionsansprüche incl... zzgl der Steuerfreien Entschädigung für den Landschaftspflege Aufwand... und wie Sie schon sagen - Nahrungsmittel können ja Importiert werden... (VW - BMW - Mercedes - BAYER und ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

ECO-ScHEMES, schämt euch !

Dann haben wir bisher wohl nur ein ökologisches Desaster angerichtet ! Daher muss jetzt ein "Blutbad" her, der Bauer als doofer Handlanger. Wir Bauern können und werden diese fachlich falschen Vorgaben nicht mittragen.

von Gerd Uken

Werden wir nur noch von Ökologen

und NGOs regiert? Haben die mehr Sachverstand als unsere Agrarier die ja z. T. auch studiert haben?

von Wilhelm Grimm

Ja, Gerd Uken,

diese Dummköpfe berufen sich auf Umfragen in Großstädten. Hier werden die Meinungen durch falsche Behauptungen manipuliert und als "die WAHRHEIT" verkauft. Eine Schande der Demokratie.

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