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„Preise landwirtschaftlicher Rohstoffe werden wieder steigen“

Beim jüngsten Forschungskongress von Bayer CropScience trafen sich rund 180 Wissenschaftler in Essen, um die Rolle der Agrarforschung zu diskutieren und neueste Forschungsergebnisse auszutauschen. Im Mittelpunkt der Beiträge standen innovative Lösungen, um Erträge von Kulturpflanzen zu steigern und vor klimatischen Einflüssen zu schützen.

Lesezeit: 3 Minuten

Beim jüngsten Forschungskongress von Bayer CropScience trafen sich rund 180 Wissenschaftler in Essen, um die Rolle der Agrarforschung zu diskutieren und neueste Forschungsergebnisse auszutauschen. Im Mittelpunkt der Beiträge standen innovative Lösungen, um Erträge von Kulturpflanzen zu steigern und vor klimatischen Einflüssen zu schützen.


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Professor Dr. Stefan Tangermann, Agrardirektor bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), ging in seinem Vortrag auf die aktuelle Nahrungsmittelsituation ein. Die Auswirkungen der akuten globalen Finanzkrise führten zunächst einmal zu sinkenden Preisen für Agrarrohstoffe, erläuterte er. Nach der Krise würden allerdings wieder die längerfristigen Faktoren zur Wirkung kommen. Dies seien eine weiter wachsende Weltbevölkerung, begrenzte Anbauflächen, die steigende Nachfrage nach Agrarprodukten sowie nach fossilen Brennstoffen und der Klimawandel. Tangermann prognostiziert daher mittelfristig wieder steigende Notierungen für Agrarrohstoffe: "Wir rechnen \- wenn die Finanzkrise und ihre Nachwirkungen einmal überwunden sind \- mit Preissteigerungen zwischen 10 und 50 % bei den landwirtschaftlichen Rohstoffen im internationalen Handel." In seiner Rede betonte der OECD-Agrardirektor die Bedeutung von Innovation für den Ausbau der Agrarproduktivität und hob hervor, dass gerade aus Forschung und Entwicklung wesentliche Impulse für eine Produktionssteigerung kommen müssen. "Wir brauchen höhere Erträge je Flächeneinheit, und Erträge, die robuster gegenüber klimatischen Einflüssen sind, vor allem gegen Trockenheit", sagte Tangermann.


Professor Friedrich Berschauer, Vorstandsvorsitzender der Bayer CropScience AG, unterstrich die Notwendigkeit einer intensiven Agrarforschung. Er bedauerte, dass die öffentliche Förderung der Agrarforschung keine so hohe Priorität mehr habe. "Wir müssen die Landwirtschaft wieder mehr in den Mittelpunkt der internationalen Forschungs- und Entwicklungspolitik stellen und stärker in Technologie und Agrarinfrastruktur investieren", forderte Berschauer.


Nach Ansicht von Prof. Dr. Tim Wheeler vom Walker-Institut für Klimasystemforschung an der Universität Reading (England), wird der Klimawandel das Produktionsrisiko für Landwirte in vielen Regionen deutlich erhöhen. "Die Landwirte werden sich auf wärmere Temperaturen und stärkere Niederschlags- und Temperaturextreme als bisher einstellen müssen", sagte er. Schädlinge und Krankheiten, deren Verbreitung durch den Klimawandel zunehmend beeinflusst wird, würden die Landwirtschaft und vor allem die Nahrungsmittelproduktion vor neue Herausforderungen stellen. Wheeler: "Die Erträge ließen sich in vielen Teilen der Welt bereits durch vorhandene Technologien und Informationen, die bisher keinen Eingang in die landwirtschaftliche Praxis gefunden haben, deutlich erhöhen." In seinen Ausführungen machte er aber auch deutlich, dass der Klimawandel nur eine von vielen Herausforderungen ist, um die weltweite Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen: "Er wird mit vielen anderen Faktoren zusammenspielen, zum Beispiel mit der Ertragskraft der Nutzpflanzen, den Agrarhandelsbeziehungen, den politischen Strategien und Anreizen für die Produktion nachhaltiger Rohstoffe und den Entscheidungen über die Verwendung der Wasserressourcen."

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