Steigende Wildbestände in Sachsen

In der vergangenen Jagdsaison haben die Jäger im Freistaat Sachsen insgesamt rund 121 000 Stück Wild zur Strecke gebracht. Den größten Anteil daran hat das Schalenwild mit mehr als 75 000 erlegten Stücken. „Das ist bemerkenswert", stellt Staatsminister Thomas Schmidt fest.

In der vergangenen Jagdsaison haben die Jäger im Freistaat Sachsen insgesamt rund 121 000 Stück Wild zur Strecke gebracht. Den größten Anteil daran hat das Schalenwild mit mehr als 75 000 erlegten Stücken. „Das ist bemerkenswert", stellt Staatsminister Thomas Schmidt fest. „Denn es handelt sich dabei um das bisher höchste Streckenergebnis seit 1991".

Die statistische Auswertung der Streckendaten aus dem Sächsischen Wildmonitoring listet für den Zeitraum vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 unter anderem 4 137 Stück Rotwild (Vorjahr: 3 737), 36 528 Stück Rehwild (Vorjahr: 33 280) und 32 878 Wildschweine (Vorjahr: 27 962) auf.

„Das Ergebnis stellt einen beachtlichen Anstieg zum vorangegangenen Jagdjahr dar und belegt damit eindrucksvoll, dass die Wildbestände deutlich angestiegen sein müssen. Das Streckenergebnis zeigt aber auch, dass die sächsischen Jäger ihre Verpflichtung zur Hege und Bejagung des Wildes sehr ernst nehmen.“, so Schmidt. „Jagd fördert gesunde Wildbestände, schafft naturnahe Strukturen in der Landschaft und trägt zur Artenvielfalt bei. Jagd ist damit auch angewandter Naturschutz. Und nebenbei bemerkt, liefert die Jagd nachhaltig, gesundes heimisches Wildbret zum Verzehr."

„Wir sind auf die Mitwirkung der Jäger an vielen Stellen angewiesen. Gerade auch dort, wo regional übermäßige Wildschäden festzustellen sind. Ich bin überzeugt, dass die Jäger, in ihrem Engagement für die Jagd nicht nachlassen werden“. Denn Rot- und Rehwild beeinflussen das Wachstum junger Waldbäume durch Verbeißen der Knospen oder Schälen der Rinde. Auf landwirtschaftlichen Flächen verursacht das Schwarzwild an vielen Orten erhebliche Schäden.

Auch der Bestand des im Freistaat Sachsen nun fast flächendeckend vorkommenden Waschbären steigt weiter an. Die Strecke hat sich in den letzten fünf Jagdjahren mehr als verdreifacht. Waren es im Jagdjahr 2011/2012 noch 3 256 erlegte Waschbären, so betrug die Strecke im Jagdjahr 2015/2016 schon 9 889 Stück. Schwerpunkte der Vorkommen liegen in den östlichen und nördlichen Regionen des Freistaates (Landkreise Görlitz, Bautzen, Meißen, Nordsachsen und Leipzig). Von einer weiteren Ausbreitung des Waschbären, insbesondere in die städtischen und stadtnahen Räume hinein, muss ausgegangen werden.

„Alle jagdlichen Maßnahmen werden die Ausbreitung des Waschbären zwar nicht verhindern können, jedoch allenthalben verlangsamen“, sagt der Staatsminister. Er empfiehlt der Bevölkerung, im eigenen Interesse zum Schutz vor Sachschäden, den Waschbären keine Nahrungsmöglichkeiten zu bieten. Mit 16 478 erlegten Füchsen ist auch im zweiten Jagdjahr in Folge bei dieser Wildart ein Streckenanstieg zu verzeichnen (Jagdjahr 2013/2014: 13 094, Jagdjahr 2014/2015: 14 365).

Sachsen hat eine Jagdfläche von rund 1,6 Millionen Hektar. 524 800 Hektar davon sind Wald. 11 350 Jagdscheininhaber sind im Freistaat Sachsen bei den unteren Jagdbehörden registriert.

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