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DBV-Konjunkturbarometer

Stimmungslage unter den Landwirten leicht verbessert

Hohe Düngemittel-, Energie- und Futtermittelpreise drücken auf die wirtschaftliche Stimmungslage, die sich allerdings zuletzt auf den Höfen verbessert hat. Details nennt das neue Konjunkturbarometer.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Stimmungslage unter den deutschen Landwirten hat sich zum Frühjahr hin etwas stabilisiert. Das zeigen die Ergebnisse des DBV-Konjunkturbarometer Agrar für den März.

Allerdings driften die Einschätzung der aktuellen Lage und die Zukunftserwartungen stark auseinander. Ihre aktuelle wirtschaftliche Lage schätzen die Landwirte spürbar besser ein als noch im Dezember. Die Zukunftserwartungen jedoch sinken weiter auf einen neuen Tiefststand.

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Der Indexwert des Konjunkturbarometer Agrar fällt mit 10,8 im Dezember gegenüber 8,8 aus der vorangegangenen Befragung von Dezember etwas höher aus. Der Indexwert bildet die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung ab. Die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage fällt gegenüber der Septembererhebung zwar etwas besser aus, die Hoffnungen auf eine künftig bessere wirtschaftliche Lage sind dagegen weiter gesunken.

Bei der nur leicht verbesserten wirtschaftlichen Stimmungslage steigt die Investitionsbereitschaft der deutschen Landwirte im Jahresvergleich etwas an. Der Anteil der Landwirte, der im nächsten halben Jahr investieren will, liegt bei 35 % (Vorjahr 34 %). Das dabei geplante Investitionsvolumen wird auf 4,9 Mrd. € veranschlagt (Vorjahr 4,4 Mrd. €).

Besonders bei erneuerbaren Energien, aber auch bei Maschinen wird mehr investiert. Investitionen in Wirtschaftsgebäude wie in Ställe bleiben mit 1,6 Mrd. € relativ niedrig. 68 % der Investitionen in Wirtschaftsgebäude sind Erhaltungsinvestitionen.

Die betriebliche Liquidität hat sich im Durchschnitt der Betriebe weiter etwas verbessert. Im März 2022 gaben 14 % der Betriebe an, dass ihre Liquiditätslage angespannt oder sehr angespannt ist. Besonders hoch ist der Anteil der Betriebe mit angespannter Liquiditätslage unter den Veredlungsbetrieben (32 %).

Auf der Notenskala von 1 bis 5 wird die aktuelle wirtschaftliche Situation im Durchschnitt der Betriebe mit 3,02 deutlich günstiger beurteilt als die zukünftigen Aussichten mit einem Wert von 3,38. Die aktuelle wirtschaftliche Lage hat sich gegenüber Dezember in allen Betriebsformen verbessert. Anders bei den Zukunftserwartungen: Sie haben sich vor allem in den Veredlungsbetrieben, aber auch in den Futterbaubetrieben verschlechtert.

Gegenüber Dezember nahezu unverändert drücken hohe Düngemittel-, Energie- und Futtermittelpreise auf die wirtschaftliche Stimmungslage. Positiver Einfluss geht dagegen von deutlich höheren Erzeugerpreisen bei Getreide, Milch, Rindern und Schweinen aus.

Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie hinterlässt ihre Spuren weiterhin auch in der Landwirtschaft. Im März 2022 fühlen sich 9 % der repräsentativ befragten Landwirte von der Corona-Krise in ihrem Wirken beeinträchtigt (Dezember 2021 13 %) und 13 % wollen ihre geplanten Investitionen deswegen auf unbestimmte Zeit verschieben (Dezember 2021 22 %).

Während 12 % der Landwirte angeben, durch die Corona-Pandemie Umsatzverluste erlitten zu haben, gehen 11 % davon aus, zu Corona-bedingten neuen Absatzchancen gekommen zu sein. 18 % der Landwirte teilen die Einschätzung, dass mit der Corona-Situation die Landwirtschaft wieder einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft bekommt. In der Dezember-Erhebung 2021 waren es 16 %. 32 % der Landwirte (Dezember 2021 51 %) sind dagegen der Meinung, dass durch das Virus die Sorgen und Nöte der landwirtschaftlichen Betriebe aus dem Blick geraten.

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