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Ernte 2024 Vereinfachungen für 2025 Pauschalierung

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Was Sie diese Woche wissen müssen

Jeden Freitag bietet top agrar Landwirten einen kompakten Wochenüberblick. Die Themen diese Woche: Weniger GLÖZ, mehr Öko-Regelungen und Klartext vom neuen DBV-Vize Torsten Krawczyk

Lesezeit: 4 Minuten

Jeden Freitag fassen wir die Meldungen zusammen, die die top agrar-Leser in der Vergangenen Woche besonders interessiert haben.

Mit top agrar-Kompakt wollen wir Ihnen dabei helfen, gut informiert ins Wochenende zu starten. Auch dann, wenn Sie in der vergangenen Woche nicht genügend Zeit für die ausführliche Lektüre hatten.

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Neuer DBV-Vize Krawczyk: "Vater Staat ist überfordert und gefühlt pleite."

  • Knapp 97 % der Delegierten des Deutschen Bauerntages wählten Torsten Krawczyk zum Vizepräsidenten des Deutschen Bauernverbandes.

  • Krawczyk kritisiert im Gespräch mit top agrar den derzeit stark „ökologisierten“ Weg der Agrarpolitik, da es an finanziellen Mitteln für entsprechende Programme mangelt. Klartext von Krawczyk: „Ich bin sehr dafür, dass wir unsere Kernkompetenzen als Landwirte wieder mehr nach vorne rücken. Denn Vater Staat ist meiner Überzeugung nach überfordert von den aktuellen Herausforderungen und – gefühlt – pleite.“

  • Er fordert die Abschaffung der Stoffstrombilanzierung und eine Vereinfachung der GAP, um Landwirte zu entlasten und die Bürokratie zu reduzieren.

  • Krawczyk betont die Wichtigkeit des DBV-Projekts Zukunftsbauer, um positive Perspektiven für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum zu entwickeln.

  • Für den Umgang mit dem Wolf fordert Krawczyk eine extreme Regulierung, um die Landwirtschaft vor Wolfsrissen zu schützen.

GLÖZ und Öko-Regelungen: Diese Fristen streichen die Agrarminister

  • Im nassen Herbst 2023 hatte eine Frist am 15. November viele Landwirte gehörig ins Schwitzen gebracht: Um Prämien zu erhalten, musste auf 80 % der Flächen eine Mindestbodenbedeckung festzustellen sein. Für viele ein nicht erfüllbarer Termin, weil die Böden einfach viel zu feucht waren. Ab 2025 soll dieser Termin entfallen.

  • Kontrollen und Sanktionen für Agrarbetriebe bis 10 ha sollen wegfallen. Darüber hinaus wird die obligatorische Stilllegung von vier Prozent der Ackerfläche (GLÖZ 8) bis 2027 ausgesetzt.

  • Landwirte müssen dann noch nicht einmal Leguminosen oder Zwischenfrüchte auf 4 % der Fläche einplanen, wie es im Jahr 2024 noch für GLÖZ 8 gilt.

  • Den Fruchtwechsel(GLÖZ 7) auf jedem Ackerschlag müssen Landwirte künftig alle drei Jahre sicherstellen.

  • Auch für GLÖZ 5 und GLÖZ 1 sowie bei den Öko-Regelungen wollen Bund und Länder Hand anlegen.

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Agrarpaket: Ampel plant auch neue Ökoregelung zur Biodiversität

  • Die Ampel-Koalition plant zwei neue Öko-Regelungen im Rahmen der GAP: eine für Milchviehbetriebe mit Weidehaltung und eine für Maßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität.

  • Landwirte sollen die neuen Öko-Regelungen ab2026 beantragen können.

  • Der Bund will die neuen Öko-Regelungen nicht über durch eine gekürzte Basisprämie finanzieren.

  • Das Agrarpaket soll am 4. Juli im Bundestag beschlossen und am 27. September im Bundesrat final behandelt werden.

  • Stattdessen soll auf Mittel zurückgegriffen werden, die aufgrund des Rückgangs an landwirtschaftlichen Flächen in den vergangenen Jahren nicht mehr zur Einkommensgrundstützung benötigt werden.

Rechenfehler bei Vorsteuer-Pauschalierung?

  • Die geplante Senkung des Pauschalierungssatzes von aktuell 9 % auf 8,4 % und dann auf 7,8 % ab dem 1.1.2025 sorgt für hitzige Diskussionen unter Landwirten und Experten.

  • Rund 80 % der befragten top agrar-Leser, die heute noch pauschalieren, würden bei einer Senkung auf 7,8 % in die Regelbesteuerung wechseln. Das zeigt eine nicht repräsentative Umfrage unter 620 topagrar-Lesern.

  • Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert die Berechnungsmethode der Regierung und kommt in eigenen Berechnungen auf einen notwendigen Pauschalierungssatz von 10,5 %.

  • Ein großer Teil der Landwirte hält die geplante Reduktion für falsch und erwägt rechtliche Schritte gegen die neuen Sätze.

  • Steuerexperten monieren, dass die Berechnungen der Regierung Jahre enthalten, in denen die Pauschalierungsgrenze von 600.000 € Umsatz noch gar nicht galt.

Rentabilität der Ackerbaubetriebe wird weiter sinken

  • Analysten des vom Thünen-Institut koordinierten Netzwerks agri benchmark blicken pessimistisch auf die wirtschaftliche Lage von Ackerbauern.

  • Ihre Befürchtung: Die Entlastung durch niedrigere Düngemittelpreise wird den Anstieg der Maschinenkosten nicht vollständig kompensieren.

  • Grundlage für diese Prognose sind die Daten von Ackerbaubetrieben weltweit, die jeweils dominierende Produktionsverfahren und Kulturen wiederspiegeln.

  • Die Agrarökonomen erwarten 2024 einen Rückgang der Erzeugerpreise im Vergleich zu 2023.

  • Viele Betriebe würden dadurch Schwierigkeiten haben, ihre Flächen zu derzeitigen Pachtpreisen zu verwerten, meinen die agri benchmark-Experten.

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