Dürre2018: EU-Gemüseverarbeiter beklagen deutliche Ertragsrückgänge

Die Erträge und Qualitäten von Freilandgemüse haben in den wichtigsten Produktionsregionen der Europäischen Union unter der Sommerhitze und der anhaltenden Trockenheit empfindlich gelitten. Die aktuelle Situation der Anbauer und Verarbeiter soll die schlimmste der vergangenen 40 Jahre sein, ist zu hören.

Roder (Bildquelle: Ploeger)

Die Erträge und Qualitäten von Freilandgemüse haben in den wichtigsten Produktionsregionen der Europäischen Union unter der Sommerhitze und der anhaltenden Trockenheit empfindlich gelitten. Wie der Europäische Verband der gemüseverarbeitenden Industrie (PROFEL) in Brüssel mitteilte, ist die aktuelle Situation der Anbauer und Verarbeiter die schlimmste der vergangenen 40 Jahre.

Vor allem der Tiefkühl- und Dosengemüsesektor sei betroffen. So hätten die Ertragseinbußen zu rückläufigen und unregelmäßigen Lieferungen von Frischgemüse an die Verarbeitungswerke geführt. In der Folge seien die Produktionskosten gestiegen und die Erzeugungsmengen geschrumpft.

Für Erbsen verzeichnete der Verband Ertragseinbußen von 20 % bis 50 %; ähnlich sei die Lage im Bohnenanbau. In einigen Erzeugungsregionen in Südeuropa sei die erste Ernte von schweren Stürmen, Überschwemmungen und Hagel beeinträchtigt worden. Für Zwiebeln sollen sich die Ertragsrückgänge auf 15 % bis 50 % belaufen. Auch für Zucchini und Spinat sehe es schlecht aus. In vielen Anbaugebieten sei die Aussaat von Spinat, Bohnen und Blumenkohl als Nachfrucht wegen der Trockenheit zurzeit unmöglich.

Bei einer weiter anhaltenden Trockenheit befürchtet PROFEL, dass auch das im Herbst und Winter zur Ernte anstehende Gemüse wie Grün-, Rot- und Weißkohl, Rosenkohl und Porree deutlich leiden könnte. Schon jetzt werde trockenheitsbedingt mit unterdurchschnittlichen Erträgen gerechnet. In einigen Regionen habe der Grünkohl erst gar nicht gesät werden können, hieß es.

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Agra Europe (AgE)

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