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ISW: „Flüssiggas wird wohl nicht mehr günstiger“

Flüssiggas (LPG) hat mit Erdgas eigentlich nichts zu tun. Dennoch sollten Landwirte, die LPG einsetzen, wegen der Gaskrise auf der Hut sein, mein Matthias Quaing von der ISW.

Lesezeit: 3 Minuten

Der Gasstreit mit Putin dürfte auch auf den Markt für Flüssiggas durchschlagen. Das sogenannte LPG oder Autogas besteht überwiegend aus Propan und hat eigentlich nichts mit dem Erdgas (v.a. Methan) aus Russland zu tun. Es ist ein Nebenprodukt in Erdölraffinerien und wird auch bei der Förderung von Erdöl gewonnen. Trotzdem sei zu befürchten, dass ein Versorgungsengpass bei Erdgas auch auf dem Flüssiggasmarkt Spuren hinterlasse, meint Matthias Quaing, Geschäftsführer der ISW GmbH.

Die Preise für Flüssiggas lagen vor einem Jahr bei gut 40 Cent pro Liter und hatten sich bei Ausbruch des Krieges in der Ukraine durch Panikkäufe kurzzeitig auf fast 100 Cent mehr als verdoppelt. Danach hat sich die Lage allerdings schnell beruhigt und die Preise fielen deutlich. „Aktuell liegen wir bei 60 bis 65 Cent je Liter“, berichtet Quaing. Die ISW ist Tochtergesellschaft der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands und vertreibt bundesweit Flüssiggas und Tanks.

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Flüssiggastanks werden knapp

Grundsätzlich haben die Preise von Flüssiggas einen typischen saisonalen Verlauf, weil es vornehmlich zum Heizen gebraucht wird. Im Sommer ist der Bedarf daher deutlich kleiner. Darauf könne man sich in der aktuellen Gaskrise aber nicht mehr verlassen, meint Quaing. Er vermutet, dass der Preisspielraum nach unten nun begrenzt sei. „Wir empfehlen unseren Kunden, die Tanks bald zu füllen.“ Erdgas sei zwar ein anderer Markt als LPG, aber in der Vergangenheit hätten sich die LPG-Preise auch an den Erdgas- oder Ölpreisen orientiert. Hier weiß aktuell niemand, wie sich der Markt noch entwickeln kann.

Hinzu kommt, dass es möglicherweise mehr Abnehmer gibt als üblich. „Wir haben aktuell eine riesige Nachfrage nach Flüssiggastanks“, berichtet Quaing. Er könne kaum genügend Behälter auftreiben. Viele Gewerbebetriebe aber auch Landwirte wollen sich offenbar absichern und installieren nun Tanks, um im Ernstfall auf LPG umstellen zu können. „Die Umrüstung von Erdgas auf Flüssiggas ist technisch nicht so kompliziert“, erklärt Quaing.

Probleme bei Miettankkunden

Aus aktuellem Anlass hat die ISW dann noch einige Tipps für so genannte Miettankkunden, die ihr Flüssiggas beim Tankvermieter bestellen müssen. „Offenbar verlangen einige Vermieter derzeit überhöhte Preise“, berichtet Quaing. Hier sind seine Tipps:

  • Die ISW-Preisliste gibt marktübliche Preise wider, die von den Anbietern auch akzeptiert werden sollten.
  • Verhandeln Sie vor der Bestellung und lassen sich die Preise schriftlich bestätigen.
  • Bei Problemen sollten Sie sich rechtlichen Rat einholen, gerade bei älteren Verträgen können einige Klauseln in der aktuellen Rechtsprechung unwirksam sein.

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