Robert Tönnies investiert in regionale Vermarktung

Der Miteigentümer des Tönnies-Konzerns Robert Tönnies entdeckt das regionale Lebensmittelgeschäft für sich. Mit dem Online-Markt „Wochenmarkt24“ geht der Neffe von Clemens Tönnies ab sofort im Raum Bielefeld an den Start. Mit dem Konzept will er Amazon und Co. Paroli bieten.

Der Miteigentümer des Tönnies-Konzerns Robert Tönnies entdeckt das regionale Lebensmittelgeschäft für sich. Mit dem Online-Markt „Wochenmarkt24“ geht der Neffe von Clemens Tönnies ab sofort im Raum Bielefeld an den Start. Hat das Konzepts Erfolg soll es in weitere Regionen Deutschlands übertragen werden.
 
Wochenmarkt24 ist genossenschaftlich organisiert; die Produzenten und Anbieter sind Mitglieder der Genossenschaft. Die Wochenmarkt24 eG wird mit rund 10 Mitgliedern starten. Die Vertriebskosten werden mit einem definierten Umsatzanteil gedeckt. Gewinne werden an die Produzenten umsatzanteilig ausgeschüttet. Die klassischen Belastungen für die Produzenten wie die Margen für Groß- und Zwischenhändler entfallen. Tönnies selbst ist Aufsichtsratschef der Genossenschaft und hat eine Anschubfinanzierung in sechsstelliger Höhe geleistet.
 
Die Idee ist nicht neu: Über eine Online-Plattform bieten verschiedene Lebensmittelproduzenten aus der Region Bielefeld, vor allem Landwirte, Bäckereien und Metzgereien, ihre Produkte zum Verkauf an. Das angebotene Sortiment entspricht dem des klassischen Wochenmarktes. Bei den Produktanbietern handelt es sich vorzugsweise um Familienbetriebe aus der Umgebung, die Wert darauf legen, die Traditionen der Region zu pflegen, hohe Qualitätsansprüche haben sowie auf nachhaltiges Wirtschaften und artgerechte Tierhaltung achten, heißt es in der Pressemeldung.
 
Wochenmarkt24 will dabei mit Frische punkten und holt am Abend bei den Herstellern die Waren mit einem Kühltransporter ab und stellt sie in der Nacht an dem vom Kunden angegebenen Ort ab. Wochenmarkt24 stellt den Kunden dafür bei Bedarf Thermoboxen und Kühlakkus zur Verfügung.
 
Robert Tönnies erklärt sein Engagement so:
„Der Online-Lebensmittelhandel wird in absehbarer Zeit einen signifikanten Marktanteil erreichen, so wie es in anderen Ländern dieser Welt bereits heute schon der Fall ist. Hierzulande ist das noch eine Marktlücke. Die zentrale Frage hierbei ist, ob wir dieses Geschäft den amerikanischen Großkonzernen wie Amazon überlassen sollten und uns - als Lieferanten und Kunden - in eine Abhängigkeit begeben, anstatt es selbst anzupacken. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir diesen Markt selbst bedienen müssen.
 
Wir stellen den Landwirten und Produzenten dafür ein neues, innovatives Vertriebskonzept zur Verfügung. Es ist eine ernstzunehmende Alternative zu den klassischen Handelskonzepten. Es gibt den Produzenten und Landwirten den Kontakt zum Kunden nachhaltig und unumkehrbar zurück. Mehr noch, es gibt Ihnen die Kontrolle über Mengen, Preise, Margen, Transparenz und Rückverfolgbarkeit.
 
Die Vielfalt, Kreativität und Einzigartigkeit unserer bäuerlichen Landwirtschaft und der Familienbetriebe kann dadurch bewahrt und vor den negativen Einflüssen durch immer größer werdenden Kosten- und Ertragsdruck geschützt werden. Nachhaltigkeit ist damit unternehmerisch und ökonomisch sinnvoll umsetzbar!
 
Für dieses Ziel stelle ich meine persönlichen Ressourcen unentgeltlich zur Verfügung. Ich möchte etwas an unsere Heimat zurückgeben, es ist eine Herzensangelegenheit.”
 


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