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Schafhalter liefern mit Film "echte Fakten über Wölfe"

Während Frankreich das konventionelle „Wolfsmanagement“, den passiven Herdenschutz, für gescheitert erklärt hat, verlangt Deutschland von den Tierhaltern ein hoffnungsloses Wettrüsten gegen Wölfe.

„Dieser Film wird bei Menschen aller Altersstufen garantiert für rege Diskussionen sorgen“, ist sich der Vorsitzende des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung, Wendelin Schmücker, sicher.

Der Film „Echte Fakten über Wölfe“ nimmt sich der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland an, die Weidetierhalter und Landbevölkerung vor immer größere Probleme stellt. „Mit der Dokumentation will der Förderverein der Deutschen Schafhaltung für Aufklärung sorgen: Der Verklärung setzen wir „erlebte“ Fakten entgegen – und die Einschätzung von Wolfsexperten. Die Debatte über ein echtes und effektives Wolfsmanagement in Deutschland ist längst überfällig“, betont Wendelin Schmücker seinen Beweggrund gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.

Eine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung könne in der Kulturlandschaft in Deutschland nur funktionieren, wenn die Bestände der Wölfe reguliert und seiner unbeschränkten Ausbreitung in Deutschland Grenzen gesetzt werden, fordert Schmücker gemeinsam mit dem Vize-Präsidenten des Landvolk Jörn Ehlers für alle betroffenen Weidetierhalter. „Anderenfalls ist die Weidehaltung von Schafen, Ziegen, Pferden und Rindern auf der Weide in Frage gestellt“, betont Jörn Ehlers als Sprecher des „Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement“.

Wölfe springen über Zäune

„Wölfe überwinden problemlos wirksame Schutzbarrieren. In Deutschland glaubt man, dieser Problematik durch höhere Zäune, Herdenschutzhunde oder durch Flatterbändchen begegnen zu können. Wolfsgehege hingegen werden mit mehr als drei Meter hohen Zäunen und Überhang gesichert“, beschreibt Schäfer Schmücker.

Während Frankreich das konventionelle „Wolfsmanagement“, den passiven Herdenschutz, für gescheitert erklärt habe, verlange Deutschland von den Tierhaltern ein hoffnungsloses Wettrüsten gegen Wölfe, sagt Schmücker. Wenn Politiker und Naturschützer sich bei ihren Vorschlägen auf „Problemtiere“ und Entschädigungen konzentrieren, gehe das laut Schmücker an der Realität vorbei und werde der Dimension nicht im Mindesten gerecht. „In Wirklichkeit ist es so, dass allein in den Bundesländern Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen schon jetzt in jedem Bundesland mehr Wölfe leben als in Schweden, wo längst eine Untergrenze eingeführt wurde“, zeigt der Schäfer aus XXX die Dimension auf.

Ehlers dankte Schmücker für den Film, der den betroffenen Tierhaltern eine Stimme verleiht und aus seiner Sicht zwei Aspekte besonders herausarbeitet: „Zum einen wird deutlich, dass alle Investitionen in Herdenschutz, sei es durch Zäune oder durch Hunde, Wolfsangriffe nur verzögern, aber nicht verhindern können. Zum anderen offenbart der Film einen Zielkonflikt innerhalb des Naturschutzes, denn unter dem Rückgang der Beweidung leidet die Artenvielfalt des Grünlandes enorm.“ Zudem sei der mit mehr als 15.000 Exemplaren allein in der Europäischen Union schon lange nicht mehr vom Aussterben bedrohte Wolf zum PR-Maskottchen einer gut vernetzten Lobby aus Verbandsfunktionären geworden, die von seiner Ausbreitung profitieren und sich bisher jeder vernünftigen Diskussion verweigern, erklärt Ehlers.

Bezüglich der Anzahl der Wölfe wollen sich die Tierhalter an dem in Schweden angewandten Prinzip einer absoluten Untergrenze orientieren, bei deren Überschreitung Abschussrechte vergeben werden. „Auf das etwas kleinere und dichter besiedelte Deutschland bezogen wären das etwa 250 Wölfe, die in Naturparks sowie auf Tagebaukippen und Truppenübungsplätzen ihr Zuhause finden könnten“, argumentieren Schmücker und Ehlers. Sie sprechen sich für ausgedehnte wolfsfreie Zonen aus: „Wo Menschen und Weidetiere sind, verbreiten die Wölfe Angst und Schrecken und Tod – da hat er nichts zu suchen.“