Maisanbau in Deutschland nicht landschaftsprägend

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Bild: www.maiskomitee.de

Der Maisanbau stellt in den meisten Regionen Deutschlands kein landschaftsprägendes Element dar. Zu diesem Schluss kommt das Deutsche Maiskomitee (DMK) nach einer Analyse jüngster Strukturdaten. Aktuelle Karten zur Bedeutung des Maisanbaus in den einzelnen Landkreisen Deutschlands bietet das DMK ab sofort auf seiner Homepage an, zusammen mit Karten zum Grünlandanteil sowie zur Rindvieh- und Schweinehaltung.

In 329 von 402 Landkreisen Deutschlands beanspruche der Maisanbau demnach weniger als 20 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. In 50 Landkreisen erreiche die Maisanbaufläche Anteile von 20 % bis 30 %. In weiteren 16 Landkreisen nehme der Mais zwischen 30 % und 40 % ein; der Maximalwert liege bei 47 %. Anteile zwischen 40 % und 47 % erreichten aber nur 7 von 402 Landkreisen.

Unter Einbeziehung der Karten zum Grünlandanteil und zur Viehdichte werde ein enger Zusammenhang zwischen dem Umfang der tierischen Veredlung und dem Maisanbau deutlich, so die Bonner Maisexperten. Dies gelte insbesondere für Teile von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Schleswig-Holstein. Häufig bildeten die Regionen mit einem hohen Grünlandanteil und einer hohen Viehdichte auch diejenigen mit einem hohen Maisanteil an den wenigen Ackerflächen.

Mais diene in diesen Grünlandregionen der Aufwertung der Futterrationen. Da die Geologie und die Topographie in den Bundesländern sehr unterschiedlich ausgeprägt seien, ergäben sich zwangsläufig Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten und damit auf das Landschaftsbild, betont das DMK. So fielen die Maisanteile in den ostdeutschen Bundesländern sowie in Ländern mit hohen Mittelgebirgsanteilen historisch und agrargeographisch bedingt deutlich geringer aus. Hier könne der Mais zu einer Auflockerung von engen Getreide-Raps-Fruchtfolgen beitragen.

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