Rückstandshöchstgehalte für Quecksilber angehoben

Labor Labor
Bild: Archiv

Die Europäische Kommission hat die zulässigen Rückstandhöchstgehalte für Quecksilber bei einigen Erzeugnissen angehoben. Die entsprechende Verordnung setzt neue Grenzwerte für Schalenfrüchte, frische Kräuter und Pilze.

Der bisherige Rückstandhöchstgehalt lag in der Regel für Obst und Gemüse bei 0,01 mg Quecksilber pro Kilogramm. Nun erfolgte eine Anhebung für Schalenfrüchte auf 0,02 mg/kg sowie für frische Kräuter auf 0,03 mg/kg. Der zulässige Grenzwert für Kulturpilze und wilde Pilze ist auf 0,05 mg/kg angehoben worden. Eine Ausnahme dazu gilt für Steinpilze; hier darf der maximal erlaubte Rückstand von Quecksilber 0,9 mg pro Kilogramm betragen.

Die Rückstandshöchstgehalte werden weiterhin im EU-Pflanzenschutzrecht geregelt, obwohl die betreffenden Belastungen mit diesem Schwermetall laut Angaben der EU-Kommission eindeutig auf Umweltkontaminationen zurückzuführen sind. Experten zufolge gehen diese vor allem auf Emissionen aus Kohlekraftwerken, aber auch auf Altlasten aus dem Bergbau bei der Edelmetallgewinnung zurück.

Lesen Sie mehr

Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schmidbauer · 1.
    wirtschaftliche Interessen!

    Warum sollte Quecksilber in Steinpilzen ungefährlicher sein, als in anderen Nahrungsmitteln? Gut, Steinpilze isst man nicht so oft und auch nicht so viel. Aber Ende geht es darum, dass die Pilze mehr Quecksilber enthalten und damit eher genussuntauglich würden. Trotzdem zeigen diese Grenzwerte wieder einmal deutlich, dass eine wissenschaftlich und sachliche Bewertung bei vielen Entscheidungen nicht erstrangig ist sonderen andere Interessen eine noch größere Rolle spielen.

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren